Wirtin für «Pilgerhaus» gefunden

Die Wallenwiler «Mettlenhof»-Wirtin Susann Schmid wird das Restaurant Pilgerhaus im Wallfahrtsort Maria Dreibrunnen am 27. März als neue Gastgeberin eröffnen. Für das Jahr 2016 sind umfangreiche Sanierungsarbeiten geplant.

Hans Suter
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Susann Schmid wird Wirtin im «Pilgerhaus» in Maria Dreibrunnen. «Eine gute Wahl», sagt Kirchenverwaltungsratspräsident Jürg Grämiger. (Bilder: Hans Suter)

Susann Schmid wird Wirtin im «Pilgerhaus» in Maria Dreibrunnen. «Eine gute Wahl», sagt Kirchenverwaltungsratspräsident Jürg Grämiger. (Bilder: Hans Suter)

BRONSCHHOFEN. Seit dem Wegzug der Familie Koster (siehe Kasten) ist das historisch bedeutsame Restaurant Pilgerhaus neben der Wallfahrtskirche Maria Dreibrunnen geschlossen. In den nächsten Wochen werden am Gebäude notwendige Arbeiten aufgrund gesetzlicher Vorgaben ausgeführt. Bereits am Montag, 27. März – noch vor Ostern – wird das Restaurant unter neuer Führung wiedereröffnet.

Bekannte und erfahrene Wirtin

Mit sichtlicher Freude stellte der katholische Kirchenverwaltungsratspräsident Jürg Grämiger gestern abend den Medien die neue Wirtin vor: Susann Schmid, 58jährig, noch bis Ende Januar Wirtin im «Mettlenhof» in Wallenwil. Susann Schmid sei eine Wirtstochter und weise eine reiche Erfahrung in der Gastronomie auf, sagt Jürg Grämiger. Während fast zehn Jahren führte sie den «Mettlenhof» in Wallenwil bei Eschlikon mit 100 Sitzplätzen und Gartenrestaurant. Zuvor war sie während 17 Jahren «Chef de Service» im Restaurant Seegarten in Kreuzlingen. «Sie kennt das Metier bestens und hat sich einen sehr guten Ruf in der Region Hinterthurgau und darüber hinaus erworben», sagt Jürg Grämiger.

Gepflegtes Speiserestaurant

Das «Pilgerhaus» möchte Susann Schmid als «gutbürgerliches, gepflegtes Speiserestaurant» führen. Wie bereits im «Mettlenhof» möchte sie weiterhin Bankette für Hochzeiten, Geburtstage und andere Anlässe anbieten. Im Mietvertrag ist festgehalten, dass das Restaurant fünf Tagen geöffnet sein muss. «Samstag und Sonntag werden wir auf jeden Fall geöffnet haben», verspricht die neue Wirtin bereits heute. Den Wirtesonntag wird sie voraussichtlich auf Mittwoch und Donnerstag legen. Entschieden ist das indes noch nicht. In den Gaststuben mit insgesamt 90 Sitzplätzen und im Gartenrestaurant mit bis zu 150 Sitzplätzen wird Susann Schmid persönlich anzutreffen sein. «Ich werde den Service selber leiten und einen Koch einstellen», sagt sie. Bei Bedarf wird sie jedoch auch in der Küche mitwirken.

Umfassende Sanierung geplant

Nachdem die Kirchbürger vergangenes Jahr einen Ausbau des «Pilgerhauses» mit separatem Neubau abgelehnt hatten, beschränkt sich der Kirchenverwaltungsrat nun auf eine Sanierung des bestehenden Gebäudes. Laut Jürg Grämiger müssen eine gänzlich neue Küche, eine neue Heizung und eine neue Haustechnik mit Kühlraum eingebaut werden. Im ersten Obergeschoss sind ein Sitzungszimmer, ein Gästezimmer sowie zusätzlich mit dem zweiten Stockwerk eine zweistöckige Maisonettewohnung geplant. Die Kosten schätzt Jürg Grämiger auf mehr als eine Million Franken. Die entsprechende Kreditvorlage will er der Kirchbürgerschaft an der Kirchbürgerversammlung vom 10. April vorlegen. Die Gruppe der Gegner der letztjährigen Vorlage wirken im Planungskomitee mit. Es ist vorgesehen, die Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten im Jahr 2016 auszuführen. Nach Möglichkeit soll das Restaurant während der Bauphase geöffnet bleiben.

Unklar ist noch, wie es mit dem zugehörigen elf Hektaren umfassenden Landwirtschaftsland und der Scheune weitergeht. Um sich alle Optionen offen zualten, wurde bislang kein Pachtvertrag mit einem Landwirt unterzeichnet.

Das Restaurant Pilgerhaus (links) und die bekannte Wallfahrtskapelle Maria Dreibrunnen bilden eine beliebte Einheit.

Das Restaurant Pilgerhaus (links) und die bekannte Wallfahrtskapelle Maria Dreibrunnen bilden eine beliebte Einheit.