Wirklichkeit und Traum in einem Raum

Die dritten Klassen des Oberstufenzentrums Degenau in Jonschwil haben am Dienstagabend als Schlusspunkt ihrer Volksschulzeit «Alice im Wunderland» als Theaterstück mit Musik erfolgreich aufgeführt.

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Weisser Hase trifft Märzhase. (Bild: bme.)

Weisser Hase trifft Märzhase. (Bild: bme.)

jonschwil. In einer Projektwoche bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Gruppen die Geschichte von «Alice im Wunderland» nach Lewis Carroll, aufbereitet als Theaterstück mit Musik. Giuseppe Spina, selbständiger Schauspieler und Musiker aus Zürich, bearbeitete die phantastische Erzählung von Alice und ihren Erlebnissen im Wunderland mit viel Verständnis für die Interessen und die Lebenssituation der Jugendlichen und vermochte die Abschlussklassen restlos zu begeistern.

Unmögliches möglich machen

Nur eine Woche Zeit stand für das ganze Projekt zur Verfügung. Vorgängig hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, sich für eine der vier Gruppen Theater, Musik, Medien und Bühnenbau zu entscheiden. Mit intensivem Einsatz aller Beteiligten gelang es, am Freitagnachmittag vor der restlichen Schülerschaft eine beeindruckende Hauptprobe aufzuführen.

Die Theaterleute starteten mit besonderen Übungen, welche helfen sollten, die Hemmungen abzubauen und Freude am Spielen der skurrilen Figuren zu wecken. Der weisse Hase, der Hutmacher, die rauchende Raupe und viele andere forderten zum Nachdenken wie zum Schmunzeln auf. Schon bald sah man in den Schulhausgängen Jugendliche am Lernen ihrer Rollen oder am Diskutieren ihrer Einsätze.

Vom Musikzimmer tönten eingängige Rhythmen durchs Schulhaus. Band und Singgruppe probten unter der Leitung des Musiklehrers Lieder und Texte, die speziell für den Theaterabend aufbereitet und getextet worden waren.

Medien und Bühnenbau

Mindestens so aufwendig gestalteten sich die Arbeiten im Hintergrund. In den ersten Tagen entstanden unter der kundigen Leitung des Werklehrers Kulissen und Bühnenrequisiten, wie übergrosse Spielkarten, ein grosser Pilz und die Eingangspforte zum Wunderland.

In der zweiten Wochenhälfte galt es, den Auf- und Abbau der Bühnenbilder zu trainieren – leise und schnell war gefragt – und Ton- und Lichttechnik optimal einzusetzen.

Die Medienleute waren während der ganzen Woche unterwegs. Da wurde fotografiert, gefilmt, geschnitten und arrangiert. Neben dem Theater konnte so am Abend der Aufführung den Eltern eine Fotoschau präsentiert werden und die Jugendlichen erhalten zur Erinnerung eine Making-of-CD.

Unwirkliches wirklich machen

Die Aufführung am Dienstagabend wurde ein voller Erfolg. Souverän meisterten die Techniker die kurzfristig mit dem Licht auftretenden Probleme und konnten die gekonnt agierenden Schauspielerinnen und Schauspieler ins rechte Licht rücken.

Vor und nach der Theateraufführung wurden alle Anwesenden kulinarisch meisterhaft verwöhnt.

Unter der Leitung ihrer Hauswirtschaftslehrpersonen stellten im Vorfeld die dritten Klassen und die Klasse 2b wunderbare Häppli und Speisen für ein reichhaltiges Buffet her, das dank des herrlichen Som-merabends im Innenhof des OZ Degenau aufgebaut werden konnte. (bme.)