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«Wir wollen die Ersten sein»: Neues Internet-Portal für Wil lanciert

Seit gestern ist die regionale Plattform «hallowil.ch» online. Das neue Internetportal ist vollumfänglich werbefinanziert und will mit lokalen Informationen die Gunst von Lesenden und Anzeigenkunden gewinnen.
Hans Suter
Wollen hallowil.ch etablieren: der künftige Chefredaktor Simon Dudle (links) mit den Inhabern Thomas Feller (Mitte) und Dieter Max Schenk (rechts). (Bild: Hans Suter)

Wollen hallowil.ch etablieren: der künftige Chefredaktor Simon Dudle (links) mit den Inhabern Thomas Feller (Mitte) und Dieter Max Schenk (rechts). (Bild: Hans Suter)

Es ist ein gewagtes Experiment, das Dieter Max Schenk und Thomas Feller mit der lokalen Internetplattform hallowil.ch eingehen. Doch sie sind vom Erfolg überzeugt. Wohl nicht zuletzt auch deshalb, weil sie nicht völlig von vorne beginnen müssen. Denn ganz neu ist die am Donnerstagabend einer Vielzahl geladener Gäste präsentierte Plattform nicht. Sie ist vielmehr das Nachfolgeprodukt des im Jahr 2000 vom Zuzwiler Niklaus Jung gegründeten Internetportals «Infowilplus», arbeitet nun aber mit einem technisch modernen Content Management System (CMS) und frischem Design.
«Das ist ein grosser Tag für mich», sagte Niklaus Jung nicht ohne Stolz. Der Internetpionier gründete seine Plattform im Millennium, «als es so etwas noch nicht gab». Mit einem Lächeln im Gesicht gestand er zudem: «Ich darf heute sagen, dass ich Infowilplus nicht einfach an den Meistbietenden verkauft habe.» Er sei überzeugt, mit den neuen Inhabern die Richtigen für eine erfolgreiche Zukunft dieses Mediums gefunden zu haben, auch wenn der Name Infowilplus verschwinden wird.

Vom mobilen Internet vollends überzeugt

Die neuen Besitzer setzen mit hallowil.ch stark auf mobile Nutzer, die mit dem Smartphone jederzeit Zugriff auf das Internet haben. «86 Prozent der Schweizer Bevölkerung suchen online nach Nachrichten», sagte Dieter Max Schenk und unterstrich die wachsende Bedeutung des Smartphones. Gerade jüngere Menschen seien dadurch jederzeit erreichbar. Zur Unterstützung der Plattform können dank sogenannter Megascreens (Riesenbildschirmen) entlang viel befahrener Kantonsstrassen jederzeit Schlagzeilen auf die Bildschirme gebracht werden, um auf die Internetseite zu verweisen. Die Eigentümer sehen darin einen wichtigen Vorteil gegenüber anderen Medien.

Redaktion setzt auf lokale Nachrichten

Der künftige Chefredaktor von hallowil.ch, Simon Dudle, hat sich ein hohes Ziel gesetzt: «Wir wollen die Ersten sein.» Er möchte die Vorteile des schnellen Mediums Internet gegenüber einer durch Druck und Distribution zeitverzögerten Erscheinungsweise von Tageszeitungen gezielt nutzen. Inhaltlich wird gänzlich auf lokale Informationen gesetzt. Die im Kachelsystem daherkommende Gestaltung gliedert sich in den Bereichen Aktuell (Aufschlagseite), Regionen, Rubriken und Schauplatz. Redaktionell betreut werden die Gebiete Fürstenland, Toggenburg und Hinterthurgau. In den Rubriken finden sich Sport, Politik, City Life, Wirtschaft und Kultur. Die Navigation auf der Seite ist einfach, der Aufbau übersichtlich.
Die Online-Zeitung «hallowil.ch» steht nach eigenen Angaben für eine «aktuelle, wahrheitsgetreue und journalistisch professionelle Berichterstattung». Um dies zu gewährleisten, arbeitet die Redaktion mit 150 Stellenprozenten (Simon Dudle 100%, Niklaus Jung 50%) und 23 freien Korrespondentinnen und Korrespondenten. Die Ressourcen lassen vermuten, dass Medienmitteilungen und Berichterstattungen die Schwerpunkte bilden werden. Dem Team von hallowil.ch wird ausserdem ein Anzeigenverkäufer angehören.
Die neue Plattform finanziert sich vollumfänglich über Werbeeinnahmen. Ob der begrenzte und hart umkämpfte Lokalmarkt genügend hergeben wird, muss die Zukunft zeigen. Dieter Max Schenk ist davon überzeugt. Bis Ende 2019 will er die Gewinnschwelle erreicht haben. Und geht weiterhin alles gut, wird hallowil.ch kontinuierlich in andere Städte der Ostschweiz expandieren. Einige Dutzend Domains seien vorsorglich reserviert.

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