«Wir hatten Glück im Unglück»

ZÜBERWANGEN. Die Topfpflanzen-Gärtnerei Rutishauser AG wurde am Freitag Opfer eines Grossbrandes. Nun wird der Blick wieder nach vorne gerichtet: «Unsere Produktion wird bald wieder aufblühen.» Gross ist die Dankbarkeit, dass keine Menschen zu Schaden kamen.

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Die zerstörten Gewächshäuser am Tag nach dem Grossbrand. (Bild: Hans Suter)

Die zerstörten Gewächshäuser am Tag nach dem Grossbrand. (Bild: Hans Suter)

Die rund 40 000 Quadratmeter grosse Topfpflanzen-Produktion der Gärtnerei Rutishauser AG ist am vergangenen Freitagabend innert weniger Stunden durch einen verheerenden Grossbrand komplett zerstört worden.

Wenigstens keine Verletzten

In einer persönlich signierten Stellungnahme schreiben die Mitglieder der Blumenfamilie, wie sich die Familie Rutishauser selber nennt, wörtlich: «Der Schicksalsschlag hat unser Unternehmen und unsere Familie hart getroffen. Den Verlust müssen wir zuerst verarbeiten.» Es sei unglaublich, was das Feuer angerichtet habe.

«Trotz des hohen Sachschadens sind wir unendlich dankbar, dass durch den Brand keine Menschen zu Schaden kamen. So gesehen hatten wir Glück im Unglück.»

Grosse Dankbarkeit

Die Familien- und Geschäftsleitungsmitglieder sind erfüllt von grosser Dankbarkeit. «Es ist uns ein grosses Anliegen, allen Einsatzkräften für ihr unermüdliches Wirken zu danken. Allen voran den Feuerwehren, der Polizei, der Sanität, den Samaritern, den Behörden, dem Amt für Umweltschutz, dem Fischerei-Aufseher, der Gebäudeversicherungsanstalt, dem kantonalen Führungsstab, dem Bauamt, den Anwohnern, den Mitarbeitenden, den Medien und allen anderen, die uns zu dieser Stunde zur Seite stehen», schreiben sie. Und weiter: «Insbesondere schätzen wir auch die wohlwollende Zusage der vertieften Abnehmerbeziehung an einer zukunftsorientierten Zusammenarbeit.»

Produktion wird wieder blühen

In den vergangenen Tagen hätten sie unendlich viele Zeichen der Anteilnahme erfahren dürfen. Sei dies in persönlichen Gesprächen mit der Dorfbevölkerung, am Telefon, in Briefen oder via E-Mail. Die Verbundenheit und Hilfsbereitschaft gebe Kraft, die schwierige Zeit durchzustehen. «Zusammen mit unseren Mitarbeitern werden wir unsere Produktion in Züberwangen so rasch wie möglich wieder aufbauen. Wann dies der Fall sein wird, können wir momentan noch nicht abschätzen», schreibt die Blumenfamilie. «Es gilt jetzt, nach vorne zu sehen und die anstehenden Aufgaben anzupacken. Für uns ist klar: Unsere Produktion wird bald wieder aufblühen.»

Beim Brand wurde ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe angerichtet. Zwei Jugendliche haben sich am Samstagmorgen der Polizei gestellt und ausgesagt, sich zum fraglichen Zeitpunkt bei den Gewächshäusern aufgehalten zu haben. Einer gab zu, mit Feuer gespielt zu haben. Der Fall liegt nun bei der Jugendanwaltschaft. (hs)