«Wir bleiben zuversichtlich»

WIL. Zum zehnten Mal hatte die Raiffeisenbank Wil und Umgebung zur Generalversammlung in den Zirkus Knie eingeladen. Im Zentrum der Veranstaltung stand die positive Entwicklung in schwieriger werdenden Zeiten.

Carola Nadler
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Am Dienstagabend fand die Generalversammlung der Raiffeisenbank Wil und Umgebung im Zirkus Knie statt. Im Anschluss genossen die Genossenschafter die Vorstellung. (Bilder: Carola Nadler)

Am Dienstagabend fand die Generalversammlung der Raiffeisenbank Wil und Umgebung im Zirkus Knie statt. Im Anschluss genossen die Genossenschafter die Vorstellung. (Bilder: Carola Nadler)

Verwaltungsratspräsident Erwin Scherrer zeigte in seinem Bericht gleich zu Beginn auf, wie das vergangene Jahr wieder ein erfolgreiches war: «Was keine Selbstverständlichkeit ist im immer schwieriger werdenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld», erläuterte Scherrer diese Entwicklung. Doch man bleibe für das laufende Geschäftsjahr zuversichtlich und werde auch die Euroschwäche aushalten. Das Versprechen des Verwaltungsratspräsidenten alles daranzusetzen, die Genossenschafterinnen und Genossenschaftler vor Negativzinsen zu bewahren, erhielt spontanen Applaus. Ebenso werde man sich den immer schärferen Auflagen der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma stellen, nicht nur aus Verpflichtung heraus, sondern weil man auch dazu in der Lage sei. «Es ist einfach zu hoffen, dass Gesetzgeber und Verwaltung nicht überborden und uns vor neuen Regulierungen bewahren», so Scherrer.

Revolutionäre Grundsätze

Mit einem Bruttogewinn von rund 9,8 Millionen Franken sei man in allen Bereichen gut unterwegs. Und damit belegt die Raiffeisenbank Wil und Umgebung einmal mehr Spitzenränge unter den führenden Schweizer Raiffeisenbanken.

In einer Zeit, in der andere Banken die Gelder ihrer Kunden im Ausland verloren, hatte am 14. November 1915 eine Gruppe Unentwegter die Wiler Raiffeisenbank gegründet. Den damals revolutionären Gründergrundsätzen sei man bis heute treu geblieben, wie Scherrer ausführte. «Eine lokale Bank für lokale Bedürfnisse.» Sein Aufruf, den in der Schweiz verdienten Franken auch in der Schweiz auszugeben oder anzulegen, erhielt einen weiteren Spontanapplaus.

Grundsätzen treu geblieben

Dominik Holderegger, Direktor der Raiffeisenbank Wil und Umgebung, stellte in seinem Bericht die Mitgliedschaft bei dieser Bank unter das Motto «gemeinschaftlich, partnerschaftlich und engagiert». Auch er nahm Bezug auf das bald hundertjährige Jubiläum, denn der Gedanke der Gemeinschaftlichkeit habe bis heute nichts an Aktualität verloren.

Das Wachstum der Hypothekargeschäfte sei in den Medien als Folge einer aggressiven Strategie dargestellt worden: «Es ist keinesfalls so, dass dieses Wachstum eine Folge einer grosszügigen Kreditpolitik oder von Dumpingpreisen ist», erläuterte Holderegger diesen Erfolg. «Unsere Grundsätze sind seit Jahren unverändert».

Engagement in Kultur

Das grosse Engagement der Raiffeisenbank Wil und Umgebung veranschaulichte Holderegger unter anderem mit der Euroumstellung am 15. Januar: «Wir können mit Stolz sagen, dass wir schon nach wenigen Minuten nach Bekanntwerden des Entscheids problemlos Geschäfte zu korrekten Kursen abwickeln konnten.» Dies, wo bei anderen Anbietern noch stundenlang der Devisenhandel vor allem im Internet ins Stocken geraten war. Ausserdem engagiere sich die Bank in der Kulturförderung der Region, so könne dieses Jahr «rockamweier» bereits das 15. Mal durchgeführt werden. Ebenso unterstützt die Raiffeisenbank Wil und Umgebung den Orchesterverein und den Kirchenchor zu St. Nikolaus bei ihrem gemeinsamen 300jährigen Jubiläum.

Im Anschluss an die Versammlung genossen die Genossenschafterinnen und Genossenschafter das neue Programm des Zirkus Knie «Phénoménal».

Am Dienstagabend fand die Generalversammlung der Raiffeisenbank Wil und Umgebung im Zirkus Knie statt. (Bild: Carola Nadler)

Am Dienstagabend fand die Generalversammlung der Raiffeisenbank Wil und Umgebung im Zirkus Knie statt. (Bild: Carola Nadler)

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