Winterzeit ist Schaufelzeit

Kaum lässt der Winter seine Boten auf die Erde nieder, ist auch schon wieder die gesamte Strasse von der weissen Pracht bedeckt. Für die Räumung des Schnees sind in Oberuzwil fünf «Winterdienstler» schon frühmorgens im Einsatz.

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Oberuzwil. Mit Schaufel, Salz und Schneeräumungs-Vehikeln ausgerüstet, rücken die Werkhofmitarbeiter der weissen Pracht jeweils schon in der Früh auf den «unschuldigen» Pelz. Für Michael Forrer und seine Kameraden vom Unterhaltsdienst und Werkhof Oberuzwil heisst das übersetzt: Um halb vier Uhr auf der Matte stehen. «Zuerst räumen wir diejenigen Strassen frei, welche von den Postautos genutzt werden», erzählt Forrer.

Anschliessend widme man sich den höher gelegenen Gebieten wie Bisacht, dem Eppenberg, Weingarten und Bichwil. «Dies, da dort erfahrungsgemäss mehr Schnee liegt als weiter unten», erklärt der Werkhofmitarbeiter, welcher seit 2007 für den Werkhof Oberuzwil tätig ist.

Motorisierte Helfer

Bei starkem Schneefall befinden sich fünf Mitarbeiter im Dienst; drei vom Werkhof und zwei Vertragsfahrer. Mit dem Unimog, einem Pfadschlitten mit aufsetzbarem Salzstreuer, werden die Strassen gepfadet.

Zwei kleinere Traktoren, Kubota genannt, werden für die Räumung der Trottoirs genutzt. «In der Regel haben wir die <Grundtour> bis 6.30 Uhr erledigt, danach ist Pause angesagt. Am Nachmittag rücken wir dann nochmals aus, um zu salzen», erläutert Forrer. Wenn der starke Schneefall allerdings den ganzen Tag anhält, käme es vor, dass einzelne Mitarbeiter 17 bis 19 Stunden arbeiten müssten. Forrer versichert allerdings: «Dies ist aber eher die Ausnahme.»

Mithilfe der Bevölkerung

Auch die Bevölkerung kann einen Teil zu einem erfolgreichen Winterdienst beitragen. «Wir sind froh, wenn die Leute ihre Sträucher jeweils so schneiden, dass diese nicht zu weit ins Trottoir ragen», sagt Forrer, «wir schicken dafür im Herbst ein Schreiben an alle Haushalte, um die Leute darauf hinzuweisen.» Es bestünde nämlich die Gefahr, dass ein Ast einen Spiegel des Winterdienstfahrzeugs «einklappt».

Auch auf dem Trottoir parkierte Fahrzeuge stellen ein Hindernis für den Unimog dar, da dieser bei weniger als drei Metern nicht optimal passieren kann und dies schliesslich zu Verzögerungen führt. (cf.)

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