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WIL/SCHWARZENBACH: Im einstigen Zollhaus wird wieder einkassiert

Ein Jahr lang stand das Restaurant Schwarzenbacher Brücke leer. Seit gestern ist es unter neuer Führung wieder offen. Das Lokal hat eine bewegte Geschichte hinter sich.

Das altehrwürdige Haus bei der Thurbrücke zwischen Wil und Schwarzenbach ist unverkennbar. Der Standort liegt heute zwar etwas abseits von den grossen Verkehrsströmen, doch früher war das anders: Bis ins 18. Jahrhundert ging aller Verkehr zwischen Wil und St. Gallen über Schwarzenbach, Oberuzwil und Flawil, wie es im «Toggenburger Annalen 1985, Bazenheid» heisst. Das damalige Verkehrsgeschehen dürfe man sich aber nicht allzu eindrucksvoll vorstellen. Es handelte sich um Trampelpfade, wie es weiter heisst.

Wie es aus einer Urkunde von 1649 zu lesen ist, oblag der Brückenunterhalt der Gemeinde Jonschwil. Weil damit viele Kosten anfielen, beklagten sich die Bürger beim Abt in St. Gallen. Im Jahre 1670 liess Abt Gallus einen Finanzierungsplan entwerfen. Darin wurde auch festgehalten, dass an der Brücke ein Zoll auf Handelswaren erhoben werden soll. Hernach diente das Haus «Zur Schwarzenbacherbrücke» bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Zollhaus, gemäss «Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989». Als 1848 die Binnenzollschranken fielen, bot der Kanton das Haus der Bauernschaft zum Kauf an. Nach einer Erweiterung wurde es in ein Restaurant mit Wohnräumen umgewandelt.

«Erst mal schauen, wie es läuft»

In all den Jahren war die Lokalität von verschiedenen Gastgeberwechseln gezeichnet. Der letzte Betreiber wirtete von Sommer 2015 bis Frühling 2017, ehe Konkurs eröffnet wurde. Ein Jahr lang blieben die Räume des Res­taurants leer. Doch seit gestern ist nun wieder Leben eingekehrt: Beim neuen Pächterpaar handelt es sich um Daniel Lenherr und Elena Badarau. Auf Anfrage aber gibt sich Lenherr mehr als vorsichtig. Er wollte weder von seinem Konzept erzählen, noch Angaben zu seiner Person machen. Ausserdem habe er wenige Tage vor der Eröffnung keine Zeit für Interviews. «Wir wollen erst mal schauen, wie es läuft», sagt er. Den «Wiler Nachrichten» gab er bekannt, dass er den Fokus auf Znüni und Mittagessen legen werde und ein Sechs-Tagebetrieb vorgesehen sei. Samstag bleibe das Restaurant zu.

Angelina Donati

angelina.donati

@wilerzeitung.ch

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