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Wiler Wahrzeichen braucht eine Renovierung

Zwölf Jahre nach seiner Einweihung muss der Wiler Turm auf dem Hofberg renoviert werden. Zahlreiche Stufen sind morsch. Laut Fachleuten ist der Turm aber sicher.
Lara Wüest
Schnee und Regen lassen das Holz des Wiler Turms im Laufe der Zeit morsch werden. (Bilder: Lara Wüest)

Schnee und Regen lassen das Holz des Wiler Turms im Laufe der Zeit morsch werden. (Bilder: Lara Wüest)

Er ist eines der Wahrzeichen der Stadt Wil: Der Wiler Turm auf dem Hofberg. Doch derzeit ist er in schlechtem Zustand. Zahlreiche Stufen sind morsch, im Holz hat es Risse und der Turmabgang ist gesperrt.
Der Grund: «Wenn es stark regnet oder schneit, kann das Wasser nicht von den Stufen abfliessen und dringt in die Ritzen im Holz ein. Das führt dazu, dass dieses morsch wird», sagt Max Forster. Er ist Leiter Betriebe, Entsorgung der Stadt Wil und zuständig für den Unterhalt des Turms. Die Stadt sah sich deshalb gezwungen, zum ersten Mal seit der Turm steht, eine grössere Renovierung vorzunehmen. Für Ausflügler besteht dennoch keine Gefahr, sie können den Turm weiterhin betreten. «Wir haben ihn untersucht. Er ist sicher», so Forster.

Bauweise der Stufen hält Wasser zurück

6 Bilder

Sanierung Wiler Turm

Vor 14 Jahren – anlässlich der 1250-Jahre-Feier der Stadt Wil – hat der Verein Wil Tourismus in Zusammenarbeit mit der Stadt den Aussichtsturm lanciert und 2006 eingeweiht. 38 Meter ist er hoch, 189 Stufen führen nach oben auf die Plattform. Gekostet hat er 560000 Franken. Ausgaben, die sich gemäss Walter Dönni gelohnt haben: «Der Turm ist beliebt und hat viele Besucher.» Er ist Präsident des Vereins Wil Tourismus.
Doch der Turm steht an exponierter Lage, ist Wind, Regen und Schnee ausgesetzt. Im Gegensatz zu vielen anderen Aussichtstürmen, die vorwiegend aus Metall bestehen, ist er eine Holzkonstruktion. Damit er im Wind nicht schwankt, hat sein Erschaffer, der Holzbauingenieur Julius Natterer, die Turmstufen so entworfen, dass zwischen diesen kein Spalt ist. Eine Stufe liegt unmittelbar auf der anderen. Was für Stabilität sorgt, führt aber dazu, dass das Wasser vom Regen und Schnee nicht gut abfliessen kann. Erschwerend kommt hinzu, dass die Stufen aus statischen Gründen kein Gefälle aufweisen, es fehlt also die Neigung zur Entwässerung. Bereits vor ein paar Jahren hat die Stadt deshalb Massnahmen ergriffen: «Wir liessen Löcher in die Stufen bohren», sagt Max Forster.

«Renovierung in einer Woche fertig»

Vor zwei Wochen haben Bauarbeiter mit der laufenden Sanierung begonnen. Zuerst besserten sie drei Stützen auf der Wetterseite des Turms aus, weil auch diese wegen des Regens auf der Aussenseite morsch waren. Nun sind sie dabei, die Stufen zu flicken. Dazu entfernen sie das morsche Material und spachteln die Löcher mit Holzfüllmaterial aus. Einigen Stufen mussten sie zudem teilersetzen. Damit sind die Arbeiter nun aber fast fertig. «Viel länger als eine Woche sollte es nicht mehr dauern», sagt Max Forster. Allerdings müsse eine der Stützen noch vertieft geprüft werden, um zu sehen, ob diese innen morsch ist. Dazu führen Fachleute in zwei bis drei Monaten eine Kernbohrung durch.
Die Kosten der Sanierung belaufen sich laut Forster auf rund 10000 Franken. Wie lange die Ausbesserungen halten, kann er nicht sagen. «Wir müssen den Zustand des Turmes jedes Jahr neu prüfen.»
Es stellt sich die Frage, ob ein wetterfesteres Material für den Turm womöglich besser gewesen wäre. Max Forster: «Wenn wir erneut einen solchen Turm bauen, werden wir wohl dichteres Holz nehmen. Doch das ist immer auch eine Frage der Kosten.»

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