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Wiler Stadtrat will von Gratisparkieren nichts wissen

Benjamin Büsser fordert in einer Motion eine Gratisparkzeit von 30 Minuten. In seiner Stellungnahme lehnt der Stadtrat diesen Vorschlag ab. Er laufe dem Ziel zuwider, Gebühren als Lenkungsinstrument einzusetzen.
Gianni Amstutz
Geht es nach dem Stadtrat soll parkieren in Wil auch in Zukunft etwas kosten. (Symbolbild: Donato Caspari)

Geht es nach dem Stadtrat soll parkieren in Wil auch in Zukunft etwas kosten. (Symbolbild: Donato Caspari)

«Das Stadtzentrum von Wil ist insbesondere zu den Spitzenzeiten stark mit dem motorisierten Individualverkehr (MIV) belastet.» Dies hält der Stadtrat in seiner Stellungnahme zur Motion von SVP-Parlamentarier Benjamin Büsser fest. Das erklärte Ziel sei es deshalb, Suchverkehr zu vermeiden, den MIV tief zu halten sowie öffentliche Verkehrsmittel und den Langsamverkehr zu priorisieren. Um dies zu erreichen, sei die Bewirtschaftungspolitik der Parkplätze «zweifellos ein geeignetes Instrument».

Dementsprechend hält der Stadtrat wenig von der Idee des Motionärs, die Gebühren für die ersten 30 Minuten Parkzeit auf städtischen Parkplätzen aufzuheben. Dagegen spreche auch der Umstand, dass viele der Parkplätze nicht von der Stadt, sondern von privaten Anbietern wie der Wipa, der Migros oder dem Coop bewirtschaftet werden. Eine Reduktion der Parkgebühr könne somit nicht losgelöst von den Auswirkungen auf die übrigen Parkplatzanbietenden beurteilt werden.

Auch die finanziellen Auswirkungen einer Aufhebung der Parkgebühren wären sehr einschneidend. Für die Wipa bedeutete dies Einbussen von 460000 Franken, für die Stadt betrügen diese gar 600000 Franken. In einem Punkt stimmt der Stadtrat dem Motionär aber zu. Auf regionaler Ebene komme es zu Wettbewerbsverzerrungen, weil in den Regionsgemeinden namentlich bei Einkaufszentren immer noch keine Parkgebühren zu bezahlen sind. Gleich lange Spiesse seien nicht nur erwünscht, sondern erforderlich. Das Ziel sei, ein regionales verbindliches Konzept zu erarbeiten, erklärt der Stadtrat.

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