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Wiler Liegenschaft «Zum Turm» soll zu einem Kultur- und Musikschulzentrum umgenutzt werden

Die IG Kultur vermeldet, dass eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe von Mitgliedern des Stadtparlaments eine Motion zur Umnutzung der Liegenschaft «zum Turm» lanciert.
Hier soll das neue Kultur- und Musikschulzentrum entstehen: Die Liegenschaft «Zum Turm».

Hier soll das neue Kultur- und Musikschulzentrum entstehen: Die Liegenschaft «Zum Turm».

(pd/red) Es soll ein neues Kapitel für ein Wiler Kulturhaus aufgeschlagen werden, wie die IG Kultur in einer Medienmitteilung verkündet. An der Sitzung des Wiler Stadtparlaments reicht die parlamentarische Arbeitsgruppe Kulturpolitik eine Motion mit dem Titel «Kultur- und Musikschulzentrum zum Turm» ein. Mit dem Vorstoss soll der Stadtrat beauftragt werden, bis Ende 2020 ein Umbau- und Betriebskonzept für den leerstehenden Gebäudekomplex an der Tonhallestrasse auszuarbeiten.

Für Kulturschaffende und Vereine sollen Probe-, Kurs- und Lagerräume eingerichtet werden. Des Weiteren soll eine Nutzung für Ausstellungs-, Atelier- und Veranstaltungsräume abgeklärt werden. Ein Teil der Liegenschaft soll als zentraler Standort für die städtische Musikschule dienen. Zusätzlich ist zu ermitteln, ob einzelne Räume als günstige Übernachtungsmöglichkeit für Gruppen sowie für gastronomische und für schulische Zwecke (z.B. Mittagstisch) genutzt werden können.

Motion wurde von der IG Kultur initiiert

Der Anstoss für die Motion gab die IG Kultur Wil. Die Dachorganisation vertritt die Anliegen der Wiler Kulturschaffenden, ihrer Vereine sowie der Kulturinteressierten. Der IG gehören zur Zeit 25 Vereine, 13 Firmen sowie 36 natürliche Personen an. Der Vorstand setzt sich aus Vertretern des Gewerbes, der Gastronomie, der Medien und der Politik zusammen. Auf Initiative der IG formierte sich im vergangenen Sommer die parlamentarische Arbeitsgruppe Kulturpolitik, welche die Motion ausgearbeitet hat.

Die Arbeitsgruppe wird durch Erwin Böhi (Vizepräsi-dent der IG Kultur und Parlamentarier SVP) geleitet. Die Fraktionen sind durch Ursula Egli (SVP), Brigitte Gübeli (CVP), Christoph Kälin (SP), Marcel Malgaroli (FDP) und Michael Sarbach (Grüne prowil) vertreten. Des Weiteren wirken Sebastian Koller (Präsident der IG Kultur und Parlamentarier Grüne prowil) sowie Adrian Zeller (Kommunikationsberater der IG Kultur) in der Arbeitsgruppe mit.

Wichtiger Impuls für das Standortmarketing

Die Initianten des politischen Vorstosses sehen durch die Konzentration von verschiedenen Aktivitäten in einem Gebäudekomplex im Stadtzentrum eine synergetische Wirkung für das Wiler Kulturleben. Infrastruktur und Arbeitsmaterialien sollen von den Kulturschaffenden, Vereinen und von der Musikschule gemeinsam genutzt und so besser amortisiert werden.

«Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit im künstlerischen Bereich gefördert, dies einerseits zum Austausch von Fachwissen und andererseits zur Realisierung von gemeinsamen Projekten. Im Weiteren kann mit der Umnutzung dem notorischen Mangel an Proberäumen entgegen gewirkt werden», heisst es in der Mitteilung. Ein multifunktionales Zentrum vermittle zudem dem kulturellen Leben in Wil befruchtende kreative Inspirationen. Es schärft das Standortprofil von Wil als lebendige Kulturstadt und strahlt entsprechend in die Region aus.

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