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Wiler Lernende wird «Fotografin des Jahres»: Das gelebte Leben festhalten

Eine angehende Wiler Berufsfotografin erreichte an einem internationalen Fachwettbewerb in Köln mehrere Spitzenplätze. Sie und ihre Fotos werden auch künftig von sich reden machen.
Adrian Zeller
Die Schwarzweissporträts von Senioren wurden von einer Fachjury und dem Publikum prämiert. (Bild: Caroline Schmid)

Die Schwarzweissporträts von Senioren wurden von einer Fachjury und dem Publikum prämiert. (Bild: Caroline Schmid)

Sie wisse nicht, ob in der Geschichte des alljährlich stattfindenden Wettbewerbs jemals eine so junge Frau «Fotografin des Jahres» geworden sei, sagte die Moderatorin Ende März vor einem grossen Fachpublikum in Köln. Gemeint war die 23-jährige Wilerin Caroline Schmid. Gleich mehrmals musste diese auf die Bühne, denn Schmid erreichte in mehreren Themenkategorien einen Siegerplatz.

«Es waren jeweils gefühlte zehn Minuten mit den grossen schweren Pokalen in den Armen», erzählt die zierlich wirkende Frau schmunzelnd und fügt an: «Tatsächlich waren es natürlich weniger.» Humor scheint ein typischer Wesenszug von ihr zu sein. Bei der ersten Begegnung mit ihr fällt das gewinnende Lächeln auf. Keine Spur von Reserviertheit, die Fotografin wirkt unkompliziert und zugänglich.

Auch in der Kategorie «Wedding» gab's für die 23-jährige Wilerin für dieses Bild den ersten Platz. (Bild: Caroline Schmid)

Auch in der Kategorie «Wedding» gab's für die 23-jährige Wilerin für dieses Bild den ersten Platz. (Bild: Caroline Schmid)

Auch ihr wacher Blick fällt auf. Menschen sind ihr Lieblingsmotiv. Begeistert erzählt sie von ihren Geschwistern und Eltern in Oberhelfenschwil, wo sie aufgewachsen ist: «Ich bin ein totaler Familienmensch.» Schmid steht im Fotostudio Lightplay in der Wiler Altstadt in der Ausbildung zur Berufsfotografin. Unter dem Titel «Spuren gelebten Lebens» entstanden Seniorenfotos, die sie und weitere junge Mitarbeitende des Studios für den Wettbewerb eines europäischen Fachverbandes in Köln machten.

Der Weg führte die talentierte Fotokünstlerin nicht gradlinig hinter die Kamera. Zuvor hatte sie in Zürich ein Psychologiestudium begonnen, um dann bald zu merken, dass sie nicht den richtigen Berufsweg eingeschlagen hatte. «Der unpersönliche Massenbetrieb an der Uni entsprach mir nicht.» Da sie schon immer gerne fotografierte, musizierte, Theater spielte und überhaupt allem Musischen zugetan war, bewarb sie sich bei «Lightplay» um eine Lehrstelle; damit kam sie gewissermassen zu ihrer Berufung.

In der Kategorie «Creative People - gelb» schaffte es Caroline Schmid, die zurzeit das dritte Lehrjahr im Fotostudio Lightplay absolviert, auf den zweiten Platz. (Bild: Caroline Schmid)

In der Kategorie «Creative People - gelb» schaffte es Caroline Schmid, die zurzeit das dritte Lehrjahr im Fotostudio Lightplay absolviert, auf den zweiten Platz. (Bild: Caroline Schmid)

Vom eigenen Erfolg überrascht

Sieben Mitarbeitende des Fotostudios reisten Ende März für die Ausscheidung nach Köln. «Ich wollte unbedingt mitfahren, denn an diesen drei Wettbewerbstagen kann man an verschiedenen Fachvorträgen teilnehmen und sich mit erfahrenen Berufskollegen austauschen», schwärmt Schmid. Etwa 400 Personen aus der Schweiz und den umliegenden Ländern waren vor Ort. Nahezu 500 Fotos wurden in verschiedenen Themenbereichen zur Prämierung eingereicht.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Jungfotografin Bilder zur Bewertung eingeschickt. Schmid erreichte gute Resultate, allerdings war sie selber mit ihren Arbeiten nicht ganz zufrieden. «In diesem Jahr war ich von meinen Fotos überzeugt.» Offensichtlich waren auch die Jury sowie das Publikum von ihnen angetan, bei der Bewertung zählen die Stimmen von beiden je zur Hälfte.

Caroline Schmid (Bild: PD)

Caroline Schmid (Bild: PD)

Für die Jungfotografin bedeuten ihre Siegerplätze einen Motivationsschub sowie eine Bestätigung ihres Entwicklungsweges. «Aber ich bin noch lange nicht dort, wo ich hin will. Ich will das Technische in der Fotografie absolut sicher beherrschen, ich will meine Menschenkenntnis so verfeinern, dass ich jede Person vor der Kamera ins beste Licht rücken kann, und ich will meinen eigenen unverkennbaren Stil entwickeln.»

Ihre berufliche Zukunft kann sich Schmid in der Fashion- oder Werbefotografie vorstellen. Entschieden ist noch nichts. «Ich weiss, dass dies ein anspruchsvoller und hart umkämpfter Bereich ist.» Eine erste wichtige Hürde in ihrer Laufbahn hat sie soeben mit Bravour genommen.

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