Wiler Kirchbürger verabschieden Rechnung und Budget mit grosser Mehrheit

Hohe Zustimmungswerte gab es an der Urnenabstimmung der Katholischen Kirchgemeinde Wil.

Gianni Amstutz
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Die Sanierung der Kirche Maria Dreibrunnen war der Höhepunkt des Jahres 2019.

Die Sanierung der Kirche Maria Dreibrunnen war der Höhepunkt des Jahres 2019.

Bild: PD

Wie die Gemeinden mussten auch die Kirchgemeinden dieses Jahr ihre Versammlungen absagen und stattdessen Urnenabstimmungen durchführen. Auch bei der Kirche führt das zu einer höheren Stimmbeteiligung. Diese lag am Sonntag bei der Katholischen Kirche Wil bei 13,6 Prozent.

Da neben dem Rechnungsabschluss 2019 und dem Budget 2020 keine weitere Traktanden vorlagen, konnten bei der Katholischen Kirchgemeinde Wil Zustimmungswerte verzeichnet werden, wie man sie sonst nur von totalitären Systemen kennt. 96 Prozent der Kirchbürger genehmigten den Rechnungsabschluss 2019, 88 Prozent legten ein Ja zum Budget 2020 in die Urne.

Gewinn von rund 32'000 Franken

Die hohe Zustimmungsrate rührt aber wohl auch daher, dass die Katholische Kirchgemeinde ein erfreuliches Rechnungsergebnis präsentieren konnte. Es resultierte ein Gewinn von 32'000 Franken. Damit wurde das Ziel erreicht, einen stabilen Finanzhaushalt zu präsentieren. Dies auch dank Steuereinnahmen, die mit 5,9 Millionen Franken über 400'000 Franken höher waren als budgetiert. Dank dieser Mehreinnahmen gegenüber dem Voranschlag 2019 konnten zusätzliche Abschreibungen getätigt werden.

Höhepunkt des vergangenen Jahres war der Abschluss der Renovationsarbeiten an der Wallfahrtskirche Maria Dreibrunnen. Mit 770'000 Franken fallen die Nettoinvestitionen für dieses Projekt um 160'000 Franken höher aus als angenommen. Dafür gibt es allerdings eine Erklärung. Die Dachsanierung war ursprünglich noch nicht vorgesehen, musste jetzt aber vorgezogen werden. Alleine das macht 150'000 Franken der Differenz aus.

Steuerfuss bleibt bei total 22 Prozent

Auch für das Jahr 2020 präsentiert der Kirchenverwaltungsrat einen ausgeglichenen Voranschlag. Die Steuereinnahmen wurden erneut zurückhaltend kalkuliert, da der Verwaltungsrat mit tieferen Wachstumsraten rechnet. Der Steuerfuss von 18 Prozent Kirchgemeindesteuern und 4 Prozent Zentralsteuer für den Katholischen Konfessionsteils St.Gallen wird auf Antrag des Verwaltungsrats bei total 22 Prozent beibehalten. Ein allfälliger Gewinn soll wie in den vergangenen Jahren zugunsten der Schuldentilgung des Pfarreizentrums Wil verwendet werden.