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Wiler Jungbürgerfeier ist dank neuem Konzept ein buntes Fest der Kulturen

57 junge Erwachsene feierten am Freitagabend in Wil ihre Volljährigkeit mit Stadtpräsidentin Susanne Hartmann.
Christof Lampart
Wiler Jungbürgerfeier 2019: 57 junge Erwachsene lauschten in der Lokremise zuerst den Worten von Stadtpräsidentin Susanne Hartmann und später den Songs des Rapper Nativ im Gare de Lion. Bild: Christof Lampart

Wiler Jungbürgerfeier 2019: 57 junge Erwachsene lauschten in der Lokremise zuerst den Worten von Stadtpräsidentin Susanne Hartmann und später den Songs des Rapper Nativ im Gare de Lion. Bild: Christof Lampart

Wil erlebte eine Premiere. Denn erstmals richtete sich die alle zwei Jahre durchgeführte Wiler Jungbürgerfeier nicht nur an die volljährig gewordenen Schweizerinnen und Schweizer: Auch die gleichaltrigen in der Äbte- stadt lebenden Migrantinnen und Migranten waren zur Feier eingeladen worden. Dies ist als ein besonderes und wichtiges Zeichen fürs gesellschaftliche Miteinander der verschiedensten Kulturen zu werten – schliesslich haben rund die Hälfte alle Kinder, welche heute in Wil in eine Schule eintreten, nicht Deutsch als erste Sprache.

Hartmann: «Neugierig aufeinander sein»

An der Feier, die in der Lokremise Wil startete und später im Gare de Lion bei einem exklusiven Konzert von Nativ, dem aktuellen Überflieger der Schweizer Rapper-Szene, fortgesetzt wurde, nahmen etwas mehr als 60 Personen teil. Darunter befanden sich auch der Wiler Parlamentspräsident Marc Flückiger und die Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann. Letzterer kam die Ehre zu, die jungen Frauen und Männer willkommen zu heissen. Hartmann erinnerte daran, wie wichtig und inspirierend ein harmonisches Zusammenleben der verschiedensten Kulturen und Lebensentwürfe für eine Gesellschaft sei. Denn auch wenn das Zusammenleben nicht immer einfach sei, so überwögen doch im Alltag die Vorteile des kulturellen Miteinanders bei weitem: «Wäre es nicht besser, wenn wir uns weniger auf das Trennende konzentrieren würden? Eine unserer Qualitäten ist doch die Neugierde. Ich denke, dass wir neugierig aufeinander sein sollten – und darauf, was wir von den anderen Kulturen und Lebensentwürfen lernen können», sagte Hartmann.

Aktiv die Gesellschaft mitgestalten

Zugleich erinnerte die Stadtpräsidentin die jungen Erwachsenen aber auch an ihre neuen Rechte und Pflichten. Nunmehr 18-jährig dürften sie nun nicht nur Autofahren lernen und ohne Zustimmung der Eltern Verträge abschliessen, nein, man könne ab jetzt sogar das eigene Schulzeugnis unterschreiben, so Hartmann scherzend. Dieser Selbstbestimmung stünden aber auch Pflichten gegenüber. Ab sofort müsse jede und jeder selbst die Verantwortung für das eigene Tun übernehmen. Doch dies müsse nicht unbedingt eine Last, sondern könne auch eine Lust sein. Vor allem dann, wenn man sich dafür entscheide, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten – sei es in Vereinen, Organisationen oder in der Politik. Gewiss könne Letztere ab und an «ätzend sein», doch komme man im Leben nicht darum herum, politisch Stellung zu beziehen. Denn selbst wenn man sich dazu entschliesse, sich nicht mit der Politik zu befassen, fälle man einen weitreichenden Entscheid, sagte Susanne Hartmann. «Denn wenn man selbst nicht mitredet, dann entscheiden andere für einen – und das ist doch schade.»

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