Wiler Imam Bekim Alimi gerät im Tessin in die Kritik

WIL. Am 1. Juni werden bei der Eröffnung des Gotthards Vertreter mehrerer Weltreligionen den neuen Basistunnel segnen. Einer von ihnen ist Imam Bekim Alimi aus Wil. Dieser ist über das Wochenende in die Kritik geraten.

Simon Dudle
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Bekim Alimi Wiler Imam, wirkt bei der Eröffnung des Gotthard-Tunnels mit. (Bild: Hanspeter Schiess)

Bekim Alimi Wiler Imam, wirkt bei der Eröffnung des Gotthard-Tunnels mit. (Bild: Hanspeter Schiess)

WIL. Am 1. Juni werden bei der Eröffnung des Gotthards Vertreter mehrerer Weltreligionen den neuen Basistunnel segnen. Einer von ihnen ist Imam Bekim Alimi aus Wil. Dieser ist über das Wochenende in die Kritik geraten. Die Vorwürfe kommen aus der Südschweiz, wie die «Schweiz am Sonntag» gestern vermeldete. Auf Anfrage sagte der Tessiner FDP-Grossrat Fabio Schnellmann in besagtem Bericht, dass Alimi keineswegs Vertreter eines moderaten Islams sei. Als ein solcher war er in der Vergangenheit stets aufgetreten. So sei er in einem Video neben dem umstrittenen kosovarischen Imam Shefqet Krasniqi aufgetaucht, der vor eineinhalb Jahren wegen Verdachts auf islamischen Extremismus verhaftet wurde. Es stimme, dass er Krasniqi begegnet sei, sagt Alimi. Jedoch sei es an einem Anlass vor fünf Jahren gewesen, an dem mehrere Imame anwesend waren. Das hiesse aber noch lange nicht, dass er radikal sei.

Laut «Schweiz am Sonntag» stellt sich der Bund hinter Alimi. Dieser liess verlauten, es handle sich um eine einzige Quelle im Tessin, die ihre Anschuldigungen nicht belegen konnte.