Wiler Fernwärme frühestens ab dem Winter 2020/21

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Wil In Bazenheid wird seit April bereits am Fernwärmenetz gebaut, in Wil brauchen die Planungen noch Zeit. Auch die Äbtestadt soll dereinst an das Netz, welches von der Abwärme des Zweckverbandes Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) gespiesen wird, angehängt werden. Nun hat die Stadt Wil in den allwöchentlichen Mitteilungen einen möglichen «Fahrplan» kommuniziert.

Nachdem eine erste Prüfung bereits erfolgt ist, soll diese vertieft werden. Dies mit dem Ziel, das Konzept zu verbessern und gleichzeitig abzuklären, ob weitere umliegende Gebiete und Betriebe sinnvoll an die Fernwärme angeschlossen werden können. Das Departement Versorgung und Sicherheit respektive die Technischen Betriebe Wil sind mit der Umsetzung beauftragt worden. Zusammen mit der spezialisierten Firma Calorex AG sollen bis Ende 2017 weitere Erkenntnisse vorliegen. Dabei soll auch Kontakt mit den Grundbesitzern aufgenommen werden, um eine mögliche Leitungsführung zu klären. Parallel dazu sind Gespräche mit Betrieben zu führen, um den Bedarf an Fernwärme zu ermitteln.

Die Öffentlichkeit, die politischen Instanzen und die Fernwärme-Anspruchsgruppen werden voraussichtlich im August 2017 über die Ergebnisse informiert. Nach aktuellem Planungsstand kann die Fernwärme Wil frühestens im Winter 2020/21 in Betrieb genommen werden.

Der Wärmebedarf der Stadt Wil wird heute zu rund 7 Prozent mit erneuerbaren Energiequellen und zu gut 93 Prozent mit fossilen Energieträgern abgedeckt. Mit Fernwärme als umweltfreundlicher Energie könnte der Anteil an erneuerbarer Energie auf rund 20 bis 30 Prozent gesteigert werden. (red)

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