Wilener Pflegewohnung gefiel

Wenige Tage, bevor die Alters- und Pflegewohnungen in der Wilener «Engi» in Betrieb genommen werden, hatte die Bevölkerung die Gelegenheit, die Anlage in Augenschein zu nehmen. Und sie kam zahlreich zum Tag der offenen Tür.

Christof Lampart
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wilen. Wer den Bau der Wilener Pflegewohnung Anfang letzter Woche und nun wenige Tage später sah, sollte an diesem Wochenende verblüfft sein: Alle Türen waren bereits eingesetzt, die Wände fertig gestrichen, sämtliche Geländer an den vielen Balkonen angebracht, und auch die Gartenanlage hatte schon einen gewaltigen «Sprung» gemacht. Es war also alles bereit, um die vielen Besucherinnen und Besucher zum Tag der offenen Tür zu empfangen.

Viele Fragen, viele Besucher

Und sie kamen. Vielleicht, weil sie die Neugier trieb, eventuell, weil der strömende Regen einem an diesem Tag wenige Alternativen liess. Auf jeden Fall war das rote Gebäude an der Langwiesenstrasse 38 konstant gut gefüllt. Überall herrschte ein grosses Gedränge. Und wer es einfach mal auf einen kurzen Durchgang angelegt hatte, hatte es nicht leicht.

Denn überall standen die Leute in Gruppen, diskutierten Bau- und Pflegefragen, liessen sich medizinisch beraten, den Blutzucker messen oder es sich bei der Gratis-Bratwurst im Festzelt gut gehen.

Zufrieden mit dem Tag

«Wir sind mit der Zahl der Leute sehr zufrieden», zog die Teamleiterin der Pflegewohnung Engi, Mary Oberlin, denn auch schon am frühen Nachmittag eine erste Bilanz.

Auffallend war, dass die Leute nicht einfach nur schauten, sondern auch viele Fragen hatten, welche vom Personal gerne beantwortet wurden. «Hier würde ich sofort einziehen, wenn ich in einem gewissen Alter wäre und die Arbeit im Haus nicht mehr alleine bewältigen könnte», staunte der Bronschhofer Rechtsanwalt Jürg Grämiger nach einem Rundgang über die «hellen und geräumigen» Wohnungen.

Nicht nur für Wilener

Und er war bei Weitem nicht der Einzige, der sich an diesem Tag so oder ähnlich äusserte. Tatsächlich wäre dies auch möglich, denn obwohl die Alters- und Pflegewohnungen auf Wilener Gemeindeboden stehen, sind sie keineswegs ausschliesslich für Dorfbewohner gedacht. «Das ginge zum einen rechtlich nicht, und zum anderen wollen wir das auch nicht», erklärte der Präsident der katholischen Kirchgemeinde, Josef Fässler.

Erste Mieter

Und das ist durchaus verständlich, denn die (Pflege-)Wohnungen müssen, um nicht Verluste einzufahren, im Grunde genommen ständig belegt sein. Allerdings besteht diesbezüglich – zumindest am Anfang – keine Gefahr: «Die ersten beiden Mieter ziehen am 1. Oktober ein. Danach kommt alle paar Tage jemand hinzu, sodass wir Ende Oktober alle 15 Plätze in der Pflegewohnung belegt haben werden», so Ursula Balada, welche bei der Spitex Wil als Pflegedienstleiterin für die eigenen Pflegewohnungen angestellt ist.