WILEN: Medaillen für Tennistalent

Alina Granwehr entwickelt sich zum Tennis-Jungstar. Die 14-Jährige aus Wilen gewann an den Schweizer Juniorenmeisterschaften Gold im Doppel und Silber im Einzel. Nun geht sie ins Nationale Leistungszentrum.

Marie-Theres Brühwiler
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Die siegreiche Tennisspielerin Alina Granwehr wird jetzt in Biel gefördert. (Bild: Marie-Therese Brühwiler)

Die siegreiche Tennisspielerin Alina Granwehr wird jetzt in Biel gefördert. (Bild: Marie-Therese Brühwiler)

Marie-Theres Brühwiler

redaktion@wilerzeitung.ch

Alina Granwehr (R1) ist schweizweit die zweitbeste Tennisspielerin des Jahrgangs 2003 und für ihre Gegnerinnen aktuell nur schwer zu schlagen. Nach ihrem Schweizer-Meister-Titel im Januar strebte die am Donnerstag 14 Jahre alt gewordene Wilenerin in Bellinzona den zweiten nationalen Juniorenmeistertitel des Jahres an. Den Vorschusslorbeeren wurde die Fürstenländerin in der Schweizer Sonnenstube auf eindrückliche Art und Weise gerecht.

Unnötige Niederlage im Einzel

Auf dem Weg in den Einzelfinal gab die an Nummer zwei Gesetzte der Kategorie U14 nicht einen einzigen Satz ab. Als die Winter-Schweizer-Meisterin am Samstag auch im Finalspiel gegen Kiara Cvetkovic (R1) ihr gewohnt schnelles Spiel aufzog und das Geschehen auf dem Court 2 in Bellinzona nach Belieben dominierte, schien für Alina eine weitere Goldmedaille in Griffweite. Ihre defensiv eingestellte Gegnerin erhielt jedoch plötzlich die Überhand, eroberte Punkt um Punkt und machte die herrlichsten Angriffsbälle der gewohnt offensiv aufspielenden Kaderspielerin zunichte.

«Das hätte mir nicht passieren dürfen», resümierte Alina Granwehr nach dem Finalspiel, das sie trotz einer 5:1-Führung und nach zwei Satzbällen schliesslich mit 5:7 und 1:6 verlor. «Alina spielt viel schneller als ich. Der langsamere Sandbelag kam mir deshalb entgegen», erklärte Kiara Cvetkovic, die im Januar an den Hallenmeisterschaften in Kriens gegen ihre Finalgegnerin noch das Nachsehen hatte. Die tags zuvor im Doppel gewonnene Goldmedaille dürfte Alina Granwehr über die unnötige Nieder­lage im Einzel hinwegtrösten.

Vor einem weiteren Karriereschritt

Die Wilenerin wird nach den Sommerferien ihre Trainingszelte im Nationalen Leistungszen­trum von Swiss Tennis aufschlagen und in Biel das Gymnasium besuchen. «Ich werde mich ­sicher an viel Neues gewöhnen müssen, aber ich freue mich sehr auf diesen Schritt», sagt Alina Granwehr. Bevor es jedoch so weit ist, darf die junge Tennisspielerin die Schweiz noch an den U14-Europameisterschaften in Tschechien vertreten.

Die Dussnangerin Nadine Keller, die aufgrund ihres Rankings ebenfalls für die nationalen Titelkämpfe vergangener Woche im Tessin qualifiziert gewesen wäre, musste sich vergangene Woche einer Knieoperation unterziehen und konnte deshalb an den Titelkämpfen nicht teilnehmen.