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WILEN: Goldmedaille für langjährigen Cornetisten

Mit einem Konzertabend, wie er kaum abwechslungsreicher hätte sein können, verwöhnte die Musikgesellschaft Brass Band Wilen am Samstag in der vollen Turnhalle ihre vielen Fans. Stark präsentierte sich der Nachwuchs, um den sich der Verein nicht zu sorgen braucht.
Christof Lampart
Kurt Wiesli erhält für seine 60-jährige Tätigkeit als Blasmusiker von Ruth Gubler die Verdienstmedaille des Internationalen Musikbundes verliehen. (Bild: Christof Lampart)

Kurt Wiesli erhält für seine 60-jährige Tätigkeit als Blasmusiker von Ruth Gubler die Verdienstmedaille des Internationalen Musikbundes verliehen. (Bild: Christof Lampart)

Der Abend stand unter dem Motto «Movie Spectaculars». Dieses war auf das gleichnamige Medley zurückzuführen, das eine ganze Reihe an bekannten Filmmusiken aus den achtziger und neunziger Jahren beinhaltete wie «Ghostbusters», «An Officer and Gentleman» oder «Pretty Woman». Da dieses bereits als zweites gespielt wurde – den Auftakt hatten die Blechbläser bereits zuvor mit der «Brass Parade» des Schweizer Komponisten Jean-Pierre Fleury begangen – fand sich das Publikum schnell musikalisch «abgeholt».

Unter der musikalischen Leitung von Beat Bachmann, wurde den 250 Musikbegeisterten, welche die Turnhalle der Primarschule Wilen bis auf den letzten Platz füllten, ein ebenso abwechslungsreiches wie begeisterndes Konzert geboten. Einer der vielen Höhepunkte bildete der Auftritt des klassischen Profischlagzeugers Stefan Herzig, der auf dem Vibraphon «A Tribute to Lionel Hampton» spielte – selbstredend gekonnt begleitet von der Brass Band Wilen, die sich insbesondere im kräftigen, ziemlich funkigen Mittelteil auszeichnete und durchaus eigene Akzente zu setzen wusste, ohne Herzigs virtuoses Spiel zu dominieren. Orchester und Solist gingen eine wunderbare Symbiose, der zu lauschen in den elegischen langsamen Teilen eine echte Freude war.

Dieser Meinung war denn zweifelsohne auch das Publikum, das von Herzig anschliessend noch Wolfgang Amadeus Mozarts «Rondo alla turca» aus dessen Klaviersonate Nr. 11 als Zugabe präsentiert bekam.

Talentierter Nachwuchs vorhanden

Danach wurden mit der Polka «Traminer Musikanten» wieder traditionelle Blasmusikklänge angeschlagen, bevor für einen ganzen Block die «Young Talents» der beiden Musikgesellschaften von Wilen und Rickenbach ihr Können unter Beweis stellen durften. Mit Werken wie «La Columbina, «Scotland – The Brave» oder «Smoke on the Water» legten die mit einigen Erwachsenen verstärkten zehn Nachwuchsmusikerinnen und -musiker klangvoll Zeugnis davon ab, dass die hiesigen Musikgesellschaften über talentierten Nachwuchs verfügen. Den ersten Teil beschloss das charmant aufspielende Percussions-Ensemble «Harmonic Drums», das von Stefan Herzig an der Musikschule Wil unterrichtet wird. Es war für die drei jungen Musiker sicherlich ein einmaliges Gefühl, erlebte doch das Trio an diesem Abend seine konzertante Feuertaufe, welche vom Publikum frenetisch bejubelt wurde. Ganz klar, dass auch hier eine Zugabe fällig und gerne auch gewährt wurde.

Besondere Ehre für Kurt Wiesli

Nach der Pause war wieder die Brass Band Wilen an der Reihe und beglückte die Zuhörerschaft mit filmischen Evergreens wie «Mickey Mouse March», «The Lego Movie», «Boney M. Greatest Hits», «Pirates of the Caribbean» und der Pop-Hymne «Happy» von Williams Pharrell.

Kurt Wiesli, 2. Cornet bei der Brass Band Wilen, wurde eine seltene Ehre zuteil. Er durfte für seine 60-jährige Mitgliedschaft aus den Händen der Präsidentin des Thurgauer Kantonalverbandes, Ruth Gubler, die Goldene Verdienstmedaille des Internationalen Musikbundes entgegennehmen. Auch der Präsident der Brass-Band Wilen, Beat Wiederkehr, lobte den Jubilaren als «sehr guten Bläser, als jemanden, der wenig Absenzen gehabt hatte und sich sehr für den Verein engagiert».

Christof Lampart

redaktion@wilerzeitung.ch

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