Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WILEN: «Die Schüler kennen mich»

Auf das nächste Schuljahr hin braucht die Primarschule Wilen eine neue Führung. Mit Nina Haag-Berlinger und Barbara Jaeger stehen junge Kandidatinnen als Nachfolgerin von Andrea Twiddy zur Wahl. Jaeger gehört seit 2015 zur Behörde und hat Praxiserfahrung.
Simon Dudle
Hat dank ihrer Behördentätigkeit bereits ein eigenes Ablagefach. Nun will Barbara Jaeger Schulpräsidentin werden. (Bild: Simon Dudle)

Hat dank ihrer Behördentätigkeit bereits ein eigenes Ablagefach. Nun will Barbara Jaeger Schulpräsidentin werden. (Bild: Simon Dudle)

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Während bei den vergangenen zwei Wahlen eines neuen Wilener Primarschuloberhaupts jeweils angestrengt gesucht werden musste, um überhaupt einen Kandidaten oder eine Kandidatin zu finden, kommt es dieses Mal zur Kampfwahl. Nachdem Amtsinhaberin Andrea Twiddy im Spätherbst angekündigt hatte, per Ende des laufenden Schuljahres aus beruflichen Gründen zurückzutreten, meldeten zwei Frauen ihr Interesse an. Beide sind Mitte 30. Eine von ihnen ist Barbara Jaeger, die seit 2010 im Dorf wohnt, 2015 bei einer Ersatzwahl in die Primarschulbehörde gewählt wurde und seither das Ressort Pädagogik betreut.

Neubau der Turnhalle von zentraler Bedeutung

Die 36-Jährige hat sich seit der Wahl mit dem schulischen Umfeld vertraut gemacht und möchte die Arbeit intensivieren. Auch praxisnahe Erfahrungen hat sie in den vergangenen zweieinhalb Jahren gesammelt. So übernahm sie Aufgaben von Schulleiter Roger Frei, als dieser ein halbes Jahr auf Reisen ging. Jaeger war bei Elternabenden dabei, führte Bewerbungsgespräche, wirkte bei der Klasseneinteilung mit und war einen Morgen lang als Stellvertreterin einer Lehrperson im Einsatz. «Die Kinder kennen mich. Auch viele Stimmbürger haben mich nach Bekanntwerden der Kandidatur angesprochen», sagt Barbara Jaeger. Ist sie aufgrund der bereits getätigten Behördenarbeit in der Favoritenrolle? «Das ist schwierig zu beurteilen. Mir haben viele Leute versichert, dass sie meine Arbeit schätzen. Ich glaube, ich habe gute Chancen.»

Wenn Barbara Jaeger gewählt wird, möchte sie eine kooperative Zusammenarbeit pflegen und immer ein offenes Ohr haben. Sie beschreibt ihre Arbeitsweise als «zielgerichtet, strukturiert sowie mit einem hohen Mass an Verantwortungsbewusstsein» und ergänzt: «Ich würde mit viel Initiative, Ausdauer und Effizienz an die neue Aufgabe herangehen.» Inhaltlich wäre in erster Linie der Neubau der Turnhalle, welcher derzeit geplant wird, voranzutreiben. Zudem kann sich Barbara Jaeger vorstellen, das Thema Randzeitenbetreuung aufzugreifen und eine Bedarfsabklärung vorzunehmen. Wilen hat – im Gegensatz zu Nachbar Rickenbach – erst einen Mittagstisch, für die weiteren Zeiten des Tages aber keine Kinderbetreuung.

Persönlicher Kontakt steht im Vordergrund

Apropos Rickenbach: Die Oberstufen der beiden Dörfer sind längst zu einer Schulgemeinde vereinigt und es gibt auch ein gemeinsames Schulsekretariat. Ist für Barbara Jaeger ein solcher Zusammenschluss auch auf Stufe Primarschule ein Thema? «Es gibt immer mal wieder Situationen, bei welchen die Abläufe in einer vereinigten Schulgemeinde einfacher wären. Allerdings würde jede Schule an Autonomie verlieren. Ich bin grundsätzlich immer offen für neue Wege. Wenn das Thema aufs Parkett kommt, müsste man eine fundierte Auslegeordnung machen, damit der Stimmbürger entscheiden könnte», sagt Jaeger.

Die Wahl für das Präsidium findet an der Schulgemeindeversammlung vom 26. März statt. Es bleibt also noch Zeit. Bis dahin – und selbst an der Versammlung selber – sind weitere Kandidaturen möglich. Zu erwarten ist dies aber nicht. Auf die Frage, ob Barbara Jaeger einen Wahlkampf betreiben wird, sagt sie: «Es steht der persönliche Kontakt im Vordergrund. Ich schätze das Dorfleben und nehme an vielen Anlässen teil. Ob ich sonst noch etwas mache, lasse ich offen.»

Hinweis

Die zweite Kandidatin Nina Haag-Berlinger wird in einem Folge-Artikel vorgestellt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.