Wil zu Gast in den Schweizer Stuben

Am nächsten Samstag blickt die Schweiz auf Wil, genauer gesagt auf den Hofplatz. Damit in der Livesendung alles reibungslos funktioniert, braucht es tonnenweise Lampen und kilometerweise Kabel. Die Aufbauten laufen auf Hochtouren.

Monique Stäger
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Das Material wird in Kisten herangerollt.

Das Material wird in Kisten herangerollt.

Fahrverbot rund um den Hofplatz, Sattelschlepper in den engen Gassen, Klopfgeräusche und Männerstimmen dominieren die Altstadt in Wil. Wo sonst gepflegte Ruhe herrscht, findet man zurzeit emsiges Treiben. Seit Dienstag dieser Woche laufen die Aufbauten für die Sendung des Schweizer Fernsehens «SF bi de Lüt» auf Hochtouren. Das Errichten des Bühnenzeltes mit seinem massiven Gerüst dauerte rund einen Tag, nun rechnet die achtköpfige Gruppe mit rund zwei weiteren Tagen zum Installieren der gesamten Technik. Bis am Freitag muss alles fertig sein. Der Strom muss fliessen und Licht und Ton abgestimmt sein.

Es wird geklotzt

«Über 70 solcher Kisten gilt es auszupacken und den Inhalt zu montieren», erklärt David Kess und zeigt mit einer ausladenden Bewegung auf die grossen schwarzen Kisten auf Rollen, die von den Männern herangekarrt werden. David Kess ist Projektleiter bei der Firma Winkler Veranstaltungstechnik und ist für das Schweizer Fernsehen seit sechs Wochen unterwegs. «Wir bauen ab, um am nächsten Ort gleich wieder aufzubauen. Nächste Woche noch Luzern, dann ist Schluss», meint er.

Wenn das Wetter mitspielt

Kess kennt die Zahlen rund um die Technik, die aufgebaut werden muss. «Wir verlegen etwa sieben Kilometer Kabel», weiss er. Die braucht es auch, denn nebst der ganzen Tontechnik müssen 60 bewegliche Lampen und 60 statische mit dem nötigen Strom versorgt werden.

Die Lampen werden grösstenteils an das Bühnengerüst montiert. Die Männer stehen auf Leitern, Anweisungen werden einander zugerufen und mit Plänen herumgefuchtelt. «Rund 15 Tonnen hängen hier oben», so der Projektleiter.

Was kann noch schiefgehen, oder seiner Technik einen Strich durch die Rechnung machen? David Kess, der Routinier, zuckt die Schultern und lacht. «Wind und Wetter sind immer unberechenbar. Aber Hauptsache, wir haben Strom.»

Das grosse Bühnenzelt dominiert zurzeit den Hofplatz. (Bilder: mst.)

Das grosse Bühnenzelt dominiert zurzeit den Hofplatz. (Bilder: mst.)

Über 120 Lampen sollen die Szenerie erhellen.

Über 120 Lampen sollen die Szenerie erhellen.

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