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WIL: Wil Shopping geht in die Offensive

Nach 14 Jahren gab Ernst Studer das Präsidium von Wil Shopping ab. Zu seinem Nachfolger wurde Jürg Wipf gewählt. Dieser will Herausforderungen wie Einkaufstourismus und Onlinehandel mit Attraktivitätssteigerungen begegnen.
Caro Nadler
Jürg Wipf (links) bedankte sich bei seinem Vorgänger Ernst Studer für dessen geleistete Arbeit. (Bild: Caro Nadler)

Jürg Wipf (links) bedankte sich bei seinem Vorgänger Ernst Studer für dessen geleistete Arbeit. (Bild: Caro Nadler)

WIL. Obwohl die Kaufkraft der Konsumenten nominal zugenommen habe, sei das Jahr 2015 für den Wiler Detailhandel ein schwieriges gewesen. Dies konstatierte Noch-Präsident Ernst Studer an der Mitgliederversammlung von Wil Shopping am Donnerstagabend in seinem Jahresbericht. Seiner Einschätzung nach habe der starke Franken den Einkaufstourismus ins Ausland angetrieben. Eine weitere starke Konkurrenz sei der Internethandel. «Ein Gradmesser für die Kunden sind die Preisgestaltung und die objektive Konkurrenzfähigkeit», sagte Studer weiter. «Und dafür sind wir Detailhändler selber verantwortlich.»

Attraktive Events sollen helfen

Darin sieht die Interessengemeinschaft Wil Shopping ihre grosse Herausforderung: Ein attraktives Jahresprogramm soll zur Verbesserung der Kundenfrequenz und damit zum geschäftlichen Erfolg führen. So stiessen Events wie Art Garden im April 2015, die verschiedenen Märkte, das Stadtfest im Juli und der Auto-Salon im September auf grosses Interesse. Ebenso stiegen die Wiler Gutscheine bei den Kunden in der Beliebtheit. Erfreulich sei auch die zunehmende Mitgliederzahl von Wil Shopping. Auch die Holzrugel-Laternen in der Adventszeit stiessen jeweils auf ein überaus positives Echo, wie Kurt Leuenberger als Verantwortlicher betonte. Das Abräumen der Lichter bereits nach Weihnachten habe sich bewährt. So konnten Schäden in der Silvesternacht vermieden werden. Allerdings seien einige Lichter bereits zu Beginn durch Vandalismus zu Schaden gekommen. Man habe die Täter aber angezeigt. Leider habe die umstrittene Werbesäule in der Fussgängerzone nicht verhindert werden können, sagte Ernst Studer. Ebenso bedauert er die Aushebelung des im Jahr 2000 mit den Stadtbehörden ausgearbeiteten Strassenreglements.

Einkaufstourismus verhindern

Was im vergangenen Jahr bereits angekündigt wurde, haben die Mitglieder nun vollzogen: Sie wählten mit Jürg Wipf einen neuen Präsidenten. Andreas Studer, Geschäftsführer der Confiserie Hirschy, wurde zudem neu in den Vorstand gewählt. «In welche Richtung bewegen wir uns die nächsten Jahre?», fragte Jürg Wipf in seiner Vorstellungsrede. Vorrangig soll der Einkaufsplatz Wil noch attraktiver werden, um Kunden davon abzuhalten, im Ausland oder in anderen Städten einzukaufen, sagte Wipf. Ebenso sei es wichtig, eine gute Lobby zu haben, was eine gute Beziehungspflege mit den Behörden bedinge. Diese Ziele sollen mit gutem Marketing für die Wiler Gutscheine, der Forcierung der Kooperationswerbung und der Gestaltung spezieller Events erreicht werden. Weitere Ideen würden bereits in den Köpfen des Vorstands schlummern.

Eine Marke für Wil

Um die Massnahmen effektiv umzusetzen, rief Wipf fünf sowohl temporäre als auch permanente Arbeitsgruppen ins Leben, die sich in den Bereichen Wiler Gutschein, Marketing, Events, Mitgliederwerbung und Behördenkontakt engagieren sollen. «Wil Shopping ist eine Marke für Wil, unsere Konkurrenten sind nicht die anderen Wiler Geschäfte, sondern die Einkaufszentren», sagte Jürg Wipf zum Abschluss seiner Rede.

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