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WIL: Wie aus Gras Fleisch wird

Vom Bahnhof über die Fussgängerzone und die Altstadt bis zur Weierwiese dreht sich im September alles um Rindviecher. Ziel der beef.ch ist es, den Bezug der städtischen Bevölkerung zur Landwirtschaft zu vertiefen.
Gianni Amstutz
Zehn Jahre nach dem letzten Gastspiel kehrt die beef.ch im September nach Wil zurück. (Bild: PD)

Zehn Jahre nach dem letzten Gastspiel kehrt die beef.ch im September nach Wil zurück. (Bild: PD)

«Die beef.ch wird einer der grössten Anlässe der Stadt», verspricht Peter Spitzli, Marketingverantwortlicher des OK. Die Organisatoren hoffen auf rund 30000 Besucher aus der ganzen Region. So viele waren es vor zehn Jahren, als die beef.ch letztmals in Wil war. Am 1. und 2. September werden an der Oberen Bahnhofstrasse, wo sonst Detailhändler um die Gunst der Kunden buhlen, erneut Kühe und Kälber 15 unterschiedlicher Rassen präsentiert. Wil ist nach Zürich damit erst die zweite Stadt, in welche die tierische Erlebnismesse für ein zweites Gastspiel zurückkehrt.

Dialog zwischen Bauern und Konsumenten anregen

Einerseits habe der Erfolg der ersten beef.ch in Wil für eine erneute Austragung gesprochen, sagt OK-Präsident Thomas Butz. Anderseits mache die regionale Ausstrahlung ins Toggenburg und den Hinterthurgau die Äbtestadt zum idealen Standort für die Messe. Ziel der Veranstaltung sei es, den Dialog zwischen Bauern und Konsumenten zu fördern, sagt Butz. Da die beef.ch vom Verein Mutterkuh Schweiz ins Leben gerufen wurde, steht die Produktion von Rindfleisch aus der Mutterkuhhaltung im Zentrum.

Anders als in der Milchwirtschaft werde hierbei das Kalb nicht von seiner Mutter getrennt, erklärt Monica Bürgisser von Mutterkuh Schweiz. Hierzulande mache Grünland 30 Prozent der Fläche aus. So bilde die Mutterkuhhaltung, bei der die Tiere durch Heu und Gras und ohne wachstumsfördernde Zusatzstoffe, Fette, Soja und gentechnisch veränderte Futtermittel ernährt werden, eine besonders naturnahe Form der Fleischproduktion. In erster Linie richte sich die Messe an Personen, die selbst keinen landwirtschaftlichen Hintergrund mitbringen, sagt Thomas Butz. «Denn der Bezug zur Landwirtschaft und Fleischproduktion geht besonders in städtischen Gebieten wie Wil zunehmend verloren.» Dem will das OK entgegenwirken. Um möglichst viele Personen zu erreichen, sei das Programm erlebnisorientiert zusammengestellt worden. «Die Messe soll die Besucher über alle Sinne ansprechen», sagt Butz. Dazu gehören nicht zuletzt auch die Geschmacksnerven.

So finden neben der Ausstellung der Mutterkühe und ihren Kälbern bei der Allee die Finals der besten Grilleure des Landes statt. Ein Bauernmarkt in der Altstadt ergänzt das Programm. Bei der musikalischen Umrahmung setzt das OK auf ländliche Klänge. «Eine Jazzband würde nicht zum Anlass passen», sagt Butz. Stattdessen konnte der Hackbrettvirtuose Nicolas Senn für den Anlass gewonnen werden. Passend zur urchigen Stimmung misst sich der Schwingernachwuchs beim «Buebeschwinge» im Sägemehl auf der Weierwiese.

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