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WIL: Verkehrschaos in Wil: Eine zweite Spur soll es richten

Seit vergangener Woche gibt es zu den Stosszeiten beim Autobahnzubringer Wil sowie in Rickenbach kaum mehr ein Durchkommen, da der Breiti-Kreisel saniert wird. Nun reagiert der Kanton Thurgau und verbreitert einen Bypass. Das kostet zusätzlich.
Simon Dudle
Der temporäre Bypass des Breiti-Kreisels (rechts) wird breiter, damit er in beide Richtungen befahren werden kann. (Bild: Olaf Kühne)

Der temporäre Bypass des Breiti-Kreisels (rechts) wird breiter, damit er in beide Richtungen befahren werden kann. (Bild: Olaf Kühne)

Wer dieser Tage abends zur Hauptverkehrszeit den Autobahnzubringer Wil benutzt, braucht starke Nerven. Auf der Autobahn staut es sich auf dem Pannenstreifen teilweise bis fast zur Raststätte Thurau zurück. Auch von Zürich her kommend ist es nicht besser. Zwar ist ein Rückstau auf die Autobahn zum Normalfall geworden, seit Mittwoch hat sich die Situation aber zugespitzt. Seit jenem Tag laufen die Sanierungsarbeiten am Breiti-Kreisel in Rickenbach, welcher Abzweiger Richtung Umfahrungsstrasse Bazenheid darstellt. Wer von der Autobahn her kommend Richtung Bazenheid will, muss einen grossen Schlenker über das Industriegebiet Stelz machen. Wer von Bazenheid her kommt, kann den Kreisel mittels Bypass direkt umfahren.

Dies hat spürbare Auswirkungen – nicht nur auf den Autobahnzubringer. In Rickenbach geht zur Stosszeit teils nichts mehr – und selbst auf der Toggenburgerstrasse in Wil staut es vermehrt.

Seit gestern wird die zweite Umfahrungsspur gebaut

Für das Verkehrsregime verantwortlich ist die Abteilung Strassenbau des Kantons Thurgau. Schnell wurde klar, dass der Zustand kein langfristiger sein kann. Immerhin soll die Sanierung des entsprechenden Strassenabschnitts bis Ende Jahr dauern. Am Freitag sowie über das Wochenende wurde beraten, und gestern Vormittag entschieden: Beim Breiti-Kreisel soll der temporäre Bypass verbreitert werden, so dass er in beide Richtungen befahren werden kann. Die Kosten für diese zusätzlichen Arbeiten sind mit rund 90000 Franken veranschlagt. «Wenn wir von Anfang an zwei Umfahrungsspuren gebaut hätten, wäre das ebenfalls mit Kosten verbunden gewesen. Es hätte aber nicht die ganzen 90000 Franken gebraucht», sagt Projektleiter Marc Rudolf. Zum Vorwurf einer Fehlplanung sagt er: «Wir hatten das früher schon mal so geregelt, nun aber schnell gemerkt, dass es mit dem heutigen Verkehrsaufkommen nicht mehr geht.»

Bereits gestern wurde mit dieser Spurverbreiterung begonnen. Ab nächster Woche soll der Breiti-Kreisel in beide Richtungen umfahren werden können. Rudolf hofft, dass sich die Situation dann normalisiert – oder sogar beruhigt. Denn somit ist trotz Bauarbeiten am Kreisel der «Grundzustand» wieder hergestellt. Der Kreisel muss gar weniger Verkehr schlucken, da die Autos vom Einkaufszentrum Breiti und dem Dorf Rickenbach weiterhin über das Industriegebiet Stelz umgeleitet werden.

Auf der Strasse Rickenbach-Kirchberg gibt es aufgrund der Kreiselbaustelle seit vergangener Woche beim Abzweiger ins Industriegebiet Stelz eine Umsignalisierung. Von Kirchberg her kommend, hat man nun keinen Vortritt mehr. Dies führte am Freitagabend trotz Vorsignalisierung zu einem Unfall mit einem leicht verletzten Kind. Diese Umsignalisierung bleibt aufgrund des umgeleiteten Verkehrs aus dem Einkaufszentrum Breiti und dem Dorf Rickenbach weiterhin in Betrieb.

Auch auf St. Galler Seite gehen die Arbeiten los

Nicht nur auf Thurgauer Gebiet soll ab nächster Woche das Verkehrsregime neu geregelt sein. Denn auch auf St. Galler Seite geht es nun so richtig los. Dort ist das in die Jahre gekommene Viadukt Mühle instandzustellen. Deshalb stehen ab nächstem Montag auf diesem Viadukt nur noch zwei statt wie bis anhin drei Fahrspuren zur Verfügung. Beim Kanton St. Gallen rechnet man nicht damit, dass dies zusätzliche Verkehrsbehinderungen auslösen wird, da schon heute wegen der schmalen Spurbreite kaum je alle drei Spuren gleichzeitig befahren werden. Die Arbeiten sollen bis im Frühling 2020 dauern.

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