WIL: Vandalismus an der Primarschule

Schon zum dritten Mal haben Unbekannte beim Tonhallenschulhaus in Wil vandaliert. Sie zerstörten Holzblumen, welche die Schüler während eines halben Jahres gebastelt hatten.

Simon Dudle
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Schulleiterin Cécile Hüppi kann nicht verstehen, wieso Vandalen die von den Schülern mit viel Liebe gebastelten Holzblumen einfach so zerstört haben. (Bild: Simon Dudle)

Schulleiterin Cécile Hüppi kann nicht verstehen, wieso Vandalen die von den Schülern mit viel Liebe gebastelten Holzblumen einfach so zerstört haben. (Bild: Simon Dudle)

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Es ist eine Mischung aus Unverständnis, Entsetzen und Enttäuschung für die Lehrpersonen und Kinder der Wiler Primarschulhäuser Tonhalle und Klosterweg. Während der Sommerferien haben Unbekannte ihr Unwesen getrieben und rund 25 Holzblumen kaputt gemacht. Nicht an einem Abend, sondern an mehreren. Gebastelt worden waren diese in einem klassenübergreifenden Werkstattprojekt, an dem sich eine 2., eine 3. Klasse, eine Kleinklasse und auch Lehrpersonen des Fachs Werken beteiligt hatten. «Ein halbes Jahr lang waren alle mit Herzblut dabei. Die Holzblumen wurden mit viel Liebe geplant, ausgesägt und schliesslich bemalt», sagt Schulleiterin Cé­cile Hüppi.

Unmittelbar vor den grossen Sommerferien waren die letzten dieser Kunstwerke vor dem ­Tonhallen-Schulhaus aufgestellt ­worden. Am 19. Juli meldete sich dann eine enttäuschte Mutter bei der Schulleiterin und schickte ihr die Bilder der zerstörten Blumen. «Das war auch für die Schüler ein grosser Frust, weil sie die Blumen gerne nach Hause genommen hätten, um sie den Eltern zu zeigen», sagt Cécile Hüppi.

Vorfälle nur auf einer Seite des Schulhauses

Es ist nicht der erste Vandalismusvorfall bei besagten Primarschulhäusern. Eine Lehrerin berichtet, dass auch schon aufgehängte Fähnlein heruntergerissen und andere Holzblumen zerstört worden seien. Nun ist das Fass voll und Cécile Hüppi hat sich mit der Polizei in Verbindung gesetzt. Ob die Schulleiterin Anzeige gegen Unbekannt erstattet, lässt sie noch offen. Die Erfolgschancen scheinen gering.

Wer die Täter sind, weiss die Schulleiterin nicht. Eines aber fällt auf: Die Vorfälle haben alle auf jener Seite des Schulhauses stattgefunden, auf welcher es verhältnismässig dunkel ist. Die Holzblumen auf der anderen Hausseite blieben hingegen unversehrt. Darum ist eine Überlegung, einen Bewegungsmelder zu installieren, der für Licht sorgen könnte.

Weitere Massnahmen werden diskutiert. Ob auch die Videoüberwachung zum Thema wird, steht derzeit noch nicht fest. Andere Schulen der Region Wil haben in den vergangenen Jahren nach wiederkehrenden Vandalenakten die Videoüberwachung eingeführt.