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WIL: "Unsportliche Aktion": EC-Wil-Sportchef lockt Fans von Ligakonkurrent mit Gratis-Eintritt ins Stadion

Der EC Wil liefert dieser Tage Schlagzeilen am Laufmeter. Für das gestrige Playoff-Viertelfinalspiel gegen Frauenfeld hat Sportchef Daniel Zeber Anhänger von Ligakonkurrent Arosa in die Eishalle Bergholz eingeladen. Diese Offerte kam hüben wie drüben schlecht an.
Simon Dudle
Anhänger des EHC Arosa, die den EC Wil unterstützen? So weit kam es gestern Abend nicht. (Bild: Freshfocus (Symboldbild))

Anhänger des EHC Arosa, die den EC Wil unterstützen? So weit kam es gestern Abend nicht. (Bild: Freshfocus (Symboldbild))

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Dieser Schuss ging nach hinten los. Im Bestreben, möglichst viele Zuschauer ans vierte Playoff-Spiel gegen Frauenfeld in die Eishalle Bergholz zu locken, lancierte EC-Wil-Sportchef Daniel Zeber eine Aktion, die für Kopfschütteln sorgte. Er lud die Anhänger von Ligakonkurrent Arosa ans gestrige Spiel ein. Diese sollten die Wiler unterstützen. Zum Nulltarif hätten sie im IGP-Sportpark mitverfolgen können, ob es der EC Wil in die Playoff-Halbfinals schafft. «Unser Trainer Andy Ritsch hat Vergangenheit in Arosa. Zudem habe ich einen guten Draht zu Marco Eberle, der für den EHC Arosa die Live-Übertragungen der Spiele kommentiert. Arosa hat viele Fans im Unterland», sagte Zeber.

Auch Wiler Anhänger distanzierten sich

Doch die Aktion kam weder im Bündnerland noch in der Äbtestadt gut an. Das unter anderem auch darum, weil die Anfrage nicht offiziell an den EHC Arosa gerichtet war, sondern laut Zeber über Marco Eberle gelaufen ist. Adrian Fetscherin, Geschäftsführer des EHC Arosa, sagt: «Es ist grundsätzlich löblich, wenn der EC Wil etwas macht, um mehr Zuschauer ins Stadion zu bringen. Man kann aber nicht bei einem Ligakonkurrenten nach Unterstützung anfragen, wenn der gegen einen anderen Ligakonkurrenten spielt. Eines dieser Teams haben wir womöglich noch als Gegner in dieser Saison.» In einer Stellungnahme, welche umgehend auf die Aroser Vereinshomepage aufgeschaltet wurde, distanzierte sich Fetscherin von diesem Vorgehen und bezeichnete es als «unsportlich».

Auch Wiler Anhänger waren mit dieser Aktion nicht einverstanden. Sie hätten Eintritt bezahlen müssen, während auswärtige Fans gratis ans Spiel gekommen wären. Ein Mitglied der Wiler Fangruppierung Black Bears 08 schrieb auf der Facebook-Seite des EHC Arosa, dass man sich nicht mit dieser Aktion identifiziere und nichts davon gewusst habe. Nach einem Gespräch mit Zeber wurde der Eintrag wieder gelöscht.

Am Tag nach der Aktion zeigte sich Zeber gestern reuig. «Ich würde diese Aktion nicht mehr machen. Sie war nicht gegen den EHC Frauenfeld gerichtet. Die Fans aus Herisau und Uzwil musste ich nicht speziell einladen, weil sie sowieso gekommen wären», sagte Wils Sportchef.

Happige Vorwürfe gegen Frauenfeld-Trainer Marbach

Binnen weniger Stunden sorgte Zeber somit gleich zweimal für Schlagzeilen. Am Sonntagabend hatte er Frauenfelds Trainer Emanuel Marbach unterstellt, er stachle seine Mannschaft an und provoziere Verletzungen beim Gegner. Marbach hatte dies vehement in Abrede gestellt und als Unwahrheit bezeichnet.

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