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WIL: Und schon sorgt eine weitere Handyantenne für Ärger

Der Mobilfunkbetreiber Salt will an der Georg-Renner-Strasse unmittelbar neben dem Zeughausareal eine Handyantenne auf ein Wohnhaus bauen. Wenig überraschend, sind dagegen Einsprachen eingegangen.
Simon Dudle
Auf dem Dach dieses Hauses neben dem Autobahnzubringer soll der neue Handymast in die Höhe ragen. (Bild: Simon Dudle)

Auf dem Dach dieses Hauses neben dem Autobahnzubringer soll der neue Handymast in die Höhe ragen. (Bild: Simon Dudle)

Zwei Einsprachen und eine Sammeleinsprache sind es, welche die Stadt Wil während der öffentlichen Planauflage für die geplante Mobilfunk-Antenne im Osten der Stadt erreicht haben. «In der Sammeleinsprache hat es mehrere Dutzend Einsprecher. Eine genaue Zahl können wir nicht nennen, weil wir zuerst die Unterschriften prüfen müssen», sagt Philipp Gemperle von der Stadt Wil. Der Unmut richtet sich gegen die über acht Meter hohe Handyantenne, welche auf dem Dach des Hauses der Georg-Renner-Strasse 66/68 errichtet werden soll. Es handelt sich um ein älteres Gebäude direkt neben dem Autobahnzubringer und dem Zeughaus-Areal. Mehr als fünf Meter soll der Mast über das Dach hinausragen.

Wogegen sich die Einsprachen richten, kommuniziert die Stadt Wil nicht. Häufig haben Anwohner Angst, dass die Strahlen negativen Einfluss auf ihr eigenes Leben haben. «Die Einsprachen werden nun geprüft. Die Bauherrschaft erhält die Möglichkeit für eine Stellungnahme. Danach entscheidet die Baukommission der Stadt Wil über eine Gutheissung oder Abweisung der Einsprachen», sagt Gemperle. Unabhängig dieses Entscheides, kann der Fall danach von der unterlegenen Partei über mehrere Instanzen bis vor das Bundesgericht weitergezogen werden. Dem Projekt droht somit eine jahrelange Verzögerung.

Auch in Sirnach gibt es Widerstand

Dass der Entscheid der örtlichen Baukommission noch nicht massgebend sein muss, hat vor einigen Jahren ein Beispiel in Sirnach gezeigt. Orange, wie Salt damals geheissen hat, plante zu Beginn des Jahrzehnts an der Fischingerstrasse eine Antenne zu errichten. Anwohner versuchten das Projekt mittels Einsprachen zu verhindern. Sie bekamen zwar auf Stufe Gemeinde recht, jedoch entschied das Bundesgericht schliesslich, dass die Antenne gebaut werden darf. Nachdem der Streit mehrere Jahre gedauert hatte, ist der Sendemast mittlerweile in Betrieb.

In einem anderen Sirnacher Ortsteil plant Salt derzeit eine neue Mobilfunkantenne, nämlich an der Hauptstrasse in Busswil. Doch der Widerstand ist abermals gross. Während der Planauflage im vergangenen Spätsommer sind 242 Einsprachen eingegangen (unsere Zeitung hat berichtet). Die Baufachkommission der Gemeinde hat knapp ein halbes Jahr danach noch nicht über die Einsprachen befunden. «Das Amt für Umwelt des Kantons Thurgau prüft derzeit die Berechnungen. Es geht darum, ob die Grenzwerte bei der Strahlung verletzt werden. Der Angebotssteller musste Angaben nachliefern», sagt Sirnachs Gemeindepräsident Kurt Baumann. Diese Daten sind die Basis für die Baufachkommission, um die Einsprachen beurteilen zu können. Wann eine Entscheidung vorliegen wird, kann Baumann nicht sagen.

Ob in Wil oder Busswil: Es würde nicht erstaunen, wenn die neuen Antennen noch jahrelang auf sich warten liessen – und dann doch gebaut würden.

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