WIL: Tausende Trauben abgelesen

Rösli Aurich nimmt zum 47. Mal an der Wimmet im Rebberg der Ortsgemeinde Wil teil. Diesmal ist der Ertrag nicht so gross wie in den Vorjahren.

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Rösli Aurich begutachtet die abgelesene Menge roter Trauben. (Bild: PD)

Rösli Aurich begutachtet die abgelesene Menge roter Trauben. (Bild: PD)

Sie bückt sich vorsichtig, lehnt sich ein wenig nach vorn und nimmt dann die reifen Trauben sorgfältig in die Hand. Ein kurzer Kontrollblick, ein griffiger Schnitt mit der Traubenschere und schon legt Rösli Aurich die Weintrauben in den bereitgestellten Behälter. Die rüstige Wilerin steigt ein paar Schritte den Weinberg empor bis zum nächsten Weinstock, und das Prozedere wiederholt sich ­etliche Male an diesem Morgen. Die Handgriffe sitzen, sie sind für die Wiler Ortsbürgerin schon beinahe Routine.

Seit 1971 keine Wimmet verpasst

Rösli Aurich nimmt bereits zum 47. Mal an der Weinlese im Rebberg der Wiler Ortsgemeinde teil. Keine Wimmet hat sie verpasst, seit sie 1971 zum ersten Mal bei der Traubenernte mitwirkte. Es mache ihr nach wie vor Spass, sagt Rösli Aurich. Sie sei an der frischen Luft, betätige sich körperlich, könne mit dem einen oder anderen einen Schwatz halten, «und ich sehe am Schluss, was ich den gesamten Morgen über gemacht habe», sagt sie mit einem Lächeln. Das Ergebnis der Wimmet steht nun vor ihr. Ein stattlicher Bottich mit Weintrauben. Die Menge, welche die 20 Personen abgelesen haben , fällt mit 1300 Kilogramm allerdings bescheidener aus als in den Vorjahren. Der Frost im April hat den Trauben arg zugesetzt. Die Qualität ist dafür überdurchschnittlich, zumindest bei den hellen Müller-Thurgau-Beeren. Die dunklen Blauburgunder-Beeren sind hingegen von durchschnittlicher Qualität. (pd)