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WIL: «Syna Region Wil» ist interkantonal

Die Regionalsektionen Wil-Uzwil und Hinterthurgau der Gewerkschaft Syna haben sich zur «Syna Region Wil» zusammengeschlossen. Eine Liebesheirat ist die Fusion nicht, sondern eine Zweckehe aus existenziellen Gründen.
Ernst Inauen
Vincenzo Urso (Regionalsekretariat St. Gallen), Margrith Künzi (Regionalsekretariat Frauenfeld/Interimspräsidentin Syna Region Wil), und Danilo Ronzani (Vertreter der Regionalsekretäre Deutschschweiz (v. l.). (Bild: Ernst Inauen)

Vincenzo Urso (Regionalsekretariat St. Gallen), Margrith Künzi (Regionalsekretariat Frauenfeld/Interimspräsidentin Syna Region Wil), und Danilo Ronzani (Vertreter der Regionalsekretäre Deutschschweiz (v. l.). (Bild: Ernst Inauen)

WIL. «Die Syna Wil-Uzwil bleibt selbständig», hatte die «Wilerzeitung» im Jahr 2013 noch getitelt. Dank neuer Vorstandsmitglieder habe ein Zusammenschluss mit einer Nachbarsektion verhindert werden können. Ein Jahr später war die Euphorie verflogen, von «geringem Interesse an Anlässen und der Gewerkschaftsarbeit» war die Rede. Dies gleichermassen in der Sektion Hinterthurgau, die überdies ohne Präsident und mit diversen Vakanzen im Vorstand dastand. Interimsmässig leitete Regionalsekretärin Margrith Künzi die Hinterthurgauer Sektion. Bereits 2015 war die Fusion als einzig gangbarer Weg diskutiert und später aufgegleist worden. Am Freitag wurde diese nun im Wiler «Freihof» an den getrennt geführten Hauptversammlungen beschlossen.

Die Sektion Wil-Uzwil zählte nach einem Jahreszuwachs von 28 Personen 266 Mitglieder. Hinterthurgau brachte einen Bestand von 144 Personen ein.

Grenzen überwinden

Nach dem beidseitigen Ja zur Fusion wurde die Versammlung gemeinsam fortgesetzt, der neue Vorstand gewählt und der Sektionsname bestimmt. Othmar Widmer, Präsident der Regionalsektion Syna Ostschweiz, erläuterte einleitend den Begriff Fusion. Seine Recherchen ergaben die Deutung «schmelzen, ein Guss werden». «Ich bin überzeugt, dass es dem neuen Vorstand gelingt, das Ziel einer erspriesslichen Zusammenarbeit zu erreichen. Auf dem Weg dazu helfen euch die Regionalsekretärinnen und Sekretäre, Grenzen zu überwinden und Gespür füreinander zu entwickeln», motivierte Widmer.

Ziel erreicht

Margrith Künzi stellte die Kandidierenden für den Vorstand der neuen Sektion vor: Mauro Maccagna, Markus Niedermann, Benny Brunschwiler, Nicole Oberholzer, Stefan Weber, Gunter Junge und Erhard Schnyder. Interimsweise übernimmt Margrith Künzi das Präsidium. Mehrere Vorschläge gingen für die Benennung des Fusionsprodukts ein. Die meisten Stimmen entfielen auf den Namen «Syna Region Wil».

Nach der Versammlung zeigte sich die Präsidentin zufrieden: «Wir haben unser Ziel erreicht und können nun den Neubeginn angehen. Die Diskussionen haben gezeigt, dass die Sektion lebt. Das stimmt zuversichtlich».

Gefahr für sozialen Frieden

Die letzte Hauptversammlung der Sektion Wil-Uzwil war, aufgrund einer Erkrankung von Präsident Ronny Brunschwiler, von Regionalsekretär Danilo Ronzani geleitet worden. Dieser wies in seinem Jahresbericht auf die unsichere Wirtschaftslage nach dem Entscheid der Nationalbank hin. Und er kritisierte die Rechtsausrichtung der Politik, die damit den sozialen Frieden gefährde. Die Gewerkschaften müssten selbstbewusster auftreten und gemeinsam mit den Sozialpartner nach einvernehmlichen Lösungen suchen.

Der Vorsitzende informierte im Übrigen über eine peinliche Entwicklung der Sektionskasse, begründet in einer Kompetenzüberschreitung. Ein Darlehen an den ehemaligen Kassier muss nun amtlich eingetrieben werden.

Seit Jahrzehnten Mitglieder

Mehr Freude machte die Ehrung langjähriger Mitglieder. Von zwölf Jubilaren der Sektion Wil-Uzwil waren fünf anwesend. Der ehemalige Präsident Charles Brunner, Henau, ist seit 25 Jahren Mitglied, Paul Isenring, Wilen, und Arthur Vetterli, Degersheim, seit 50 Jahren. 55 und 60 Jahre an Bord sind Ernst Abbt, Wil, und Konrad Fuchs, Gossau.

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