WIL: «Stadtrat signalisiert keine erkennbare Bereitschaft»

Für SVP-Stadtparlamentarier Benjamin Büsser kommt die Zentrumsentlastung Wil zu langsam voran. In einer am 25. Oktober eingereichten Interpellation fordert er den Stadtrat zur Beantwortung dreier Fragen auf.

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1. Kann der Stadtrat gewährleisten, dass die Planungsarbeiten für die im Agglomerationsprogramm 3. Generation enthaltenen Einzelmassnahmen zur Zentrumsentlastung in Koordination mit der Planung des Autobahnanschlusses Wil-West durc hgeführt werden?

2. In welchem Stadium befinden sich die Planung für die Netzergänzung Nord und die Netzergänzung Grünaustrasse?

3. Welchen Zeitplan sieht der Stadtrat für die Realisierung der Netzergänzungen Nord und Grünaustrasse vor, unter Berücksichtigung der innerstädtischen Entscheidungsprozesse?

«Mit dem Entwicklungsschwerpunkt ESP Wil West soll die Region Wil zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort ausgebaut werden», schreibt Benjamin Büsser in der Einleitung zu seiner Interpellation, die von Mario Breu (FDP) und Christoph Gehrig (CVP) mitunterzeichnet ist. Die Umsetzung des Konzepts sei entscheidend für die langfristige volkswirtschaftliche Stärkung und Positionierung der gesamten Region. Gleichzeitig werde durch die Konzentration von Neuansiedlungen und Betriebserweiterungen bestehender lokaler Unternehmen auf einem zentralen Areal einer weiteren Zersiedlung der Landschaft entgegengewirkt. «Der ESP Wil West hat eine grosse Bedeutung für die Region im Allgemeinen und die Stadt Wil im Besonderen, denn die geplante Zentrumsentlastung wird die prekäre Verkehrslage in der Stadt Wil und den umliegenden Gemeinden entscheidend verbessern», glaubt Benjamin Büsser. Nachdem der Autobahnschluss Wil-West vom Bund in die gewünschte Priorität B (2019–2022) aufgenommen worden ist, sei es nun an der Stadt Wil, die nächsten Planungsschritte zügig in die Wege zu leiten. «Denn der neue Autobahnanschluss bedingt ergänzende Massnahmen auf dem Stadtgebiet.» Diese seien im Agglomerationsprogramm Wil 3. Generation enthalten und hätten zum Ziel, die Verkehrssituation nachhaltig zu verbessern. «Neben der Ergänzung des Strassennetzes Nord, die von der Zürcherstrasse entlang des Industriegebiets Ebnet verlaufen und an die AMP-Strasse anschliessen wird, ist die Grünaustrasse, eine 600 Meter lange Verbindung zwischen der Georg-Renner-Strasse und der Konstanzerstrasse, ein wesentlicher Teil des Massnahmenkatalogs», merkt Büsser an. Wil wachse weiterhin und die Verkehrsprobleme nähmen zu. «Der Stadtrat signalisiert jedoch keine erkennbare Bereitschaft, die vorhandenen Lösungsvorschläge mit der notwendigen Dringlichkeit umzusetzen», kritisiert Büsser. Ebenso wenig halte es der Stadtrat offenbar für notwendig, die Öffentlichkeit regelmässig über den Stand der Dinge zu orientieren. (red)

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