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WIL: Stadt Wil macht Gewinn von 5,07 Millionen Franken

Die Erfolgsrechnung 2017 schliesst deutlich besser ab als budgetiert. Die Stadt Wil hat einen Gewinn von 5,07 Millionen Franken erwirtschaftet, geplant waren lediglich gut 90 000 Franken. Auch die technischen Betriebe Wil konnten einen grösseren Unternehmenserfolg verbuchen.
Haben Grund zur Freude: Stadtpräsidentin Susanne Hartmann und Stadtrat Daniel Meili, Vorsteher der Technischen Betriebe Wil können einen erfreulichen Rechnungsabschluss präsentieren. (Bild: Gianni Amstutz)

Haben Grund zur Freude: Stadtpräsidentin Susanne Hartmann und Stadtrat Daniel Meili, Vorsteher der Technischen Betriebe Wil können einen erfreulichen Rechnungsabschluss präsentieren. (Bild: Gianni Amstutz)


Der positive Abschluss ist unter anderem auf Fluktuationsgewinne und zum Teil längere Vakanzen im Personalbestand zurückzuführen. Auch beim Sachaufwand sind die Ausgaben rund eine Million Franken tiefer ausgefallen als erwartet. Beim baulichen und betrieblichen Unterhalt sowie bei den Dienstleistungen und Honoraren liegen die Aufwände deutlich unter dem Budget.

Vereinzelt gab es aber auch Mehraufwände. Eine grosse Ausgabensteigerung verzeichnete die Stadt im Bereich der Sozialhilfe und des Asylwesens. Die gesetzliche wirtschaftliche Hilfe, welche von übergeordnetem Recht gesteuert wird, hat gegenüber dem Budget um 1,09 Millionen, gegenüber dem Vorjahr gar um 1,21 Millionen Franken zugenommen.

Mehreinnahmen bei den Steuern

Die Steuereinnahmen übertreffen das Budget um rund 2,9 Millionen Franken. Die Einnahmen bei den juristischen Personen sind um über 22 Prozent höher ausgefallen als erwartet. Auch bei den übrigen Steuern konnte die Stadt Wil deutlich mehr einnehmen als budgetiert. Dabei fallen insbesondere die Grundstücksgewinn- und Handänderungssteuern ins Gewicht, was auf eine rege Tätigkeit auf dem Immobilienmarkt hindeutet.

Ebenfalls beigetragen zum positiven Ergebnis haben die höheren Abgaben der Technischen Betriebe Wil. Statt der budgetierten 5,44 Millionen Franken konnten die TBW 6,66 Millionen Franken an die Stadtkasse überweisen.

Schwacher Realisierungsgrad bei den Investitionen

Sorgen bereitet dem Stadtrat der Realisierungsgrad bei den Investitionen. Dieser lag 2017 wiederum massiv unter dem Budget. Bereits mit dem Finanzplan 2017 - 2021 signalisierte der Stadtrat, dass von den ursprünglich geplanten Investitionsprojekten in der Höhe von 10,12 Millionen Franken lediglich rund 6 Millionen Franken realisiert werden können. Das nun vorliegende Ergebnis mit 3,73 Millionen Franken bedarf einer genauen Prüfung durch den Stadtrat. Dem Stadtparlament werden mit dem Finanzplan 2018 - 2022 die Gründe für den tiefen Realisierungsgrad dargelegt und Massnahmen aufgezeigt, wie und in welchem Umfang Investitionen zukünftig umgesetzt werden können.

Die Finanzlage der Stadt Wil ist solid. Im Jahr 2017 konnte das freie Eigenkapital auf fast 35 Millionen Franken ausgebaut werden. Die Nettoschuld pro Einwohner wurde damit von 2457 auf 1976 Franken reduziert. (sk)

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