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WIL: Spielgruppe soll Zusammenhalt im Quartier fördern

Soziale Chancengerechtigkeit und ein grösseres Gemeinschaftsgefühl: Das haben sich die Initianten der neuen Spielgruppe im Westquartier auf die Fahne geschrieben. Gestern feierte das Angebot Premiere.
Von links: Ulrike Menge vom Quartierverein Wil West, die beiden Spielgruppenleiterinnen Andrea Munding und Christina Alther sowie die Gesamtverantwortliche Susanne Gähwiler. (Bild: Gianni Amstutz)

Von links: Ulrike Menge vom Quartierverein Wil West, die beiden Spielgruppenleiterinnen Andrea Munding und Christina Alther sowie die Gesamtverantwortliche Susanne Gähwiler. (Bild: Gianni Amstutz)

«Frühförderung ist für Kinder extrem wichtig», betont Susanne Gähwiler, SP-Stadtparlamentarierin und Gesamtverantwortliche der neuen Spielgruppe im Wiler Westquartier. Studien hätten gezeigt, dass in der Spielgruppe die Entwicklung der Kinder gefördert werde, was die Chancen für sie im späteren Leben deutlich erhöhe. Im Sinne der Chancengerechtigkeit seien Angebote für die Frühförderung entstanden. Das Problem dabei sei, dass diese von sozial benachteiligten Familien oft nicht genutzt worden seien. Dadurch sei die Schere zwischen bildungsnahen und -fernen Familien noch weiter auseinandergeklafft.

Die Zahlen aus Wil stützen die These. Während im Ölbergquartier 90 Prozent aller Kinder eine Spielgruppe besuchen, waren es im Westquartier nur 30 Prozent. «Es gab in Wil einfach nicht genug Spielgruppenplätze», sagt Gähwiler. Die Stadt Wil hat sich deshalb im «Konzept frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung» zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Plätze zu erhöhen. «Mit der Eröffnung der Spielgruppe des Quartiervereins Wil West rückt die Umsetzung dieses Ziels ein Stück näher», freut sich Susanne Gähwiler. Gestern feierte die Spielgruppe ihre Eröffnung. Die Trägerschaft hat der Quartierverein Wil West übernommen, denn wie die anderen Spielgruppen ist auch jene im Westquartier privat organisiert.

Neun Kinder haben sich angemeldet, die meisten mit Migrationshintergrund. Dies, weil Schweizer Kinder aus dem Quartier bereits andere Spielegruppen besuchen, wie Susanne Gähwiler erklärt. Man hoffe aber, dass im Sommer eine Durchmischung stattfinde, wenn neue Kinder ins Spielgruppenalter kommen. Denn gerade Kinder mit Migrationshintergrund lernten in einer Spielgruppe ohne grossen Aufwand Deutsch und werden gut für den Kindergarten vorbereitet. «Auch Eltern kommen so miteinander in Kontakt und lernen das Quartier kennen», sagt Ulrike Menge vom QV Wil West. Damit trage die Spielgruppe zur Vision des Quartiervereins bei. «Das Westquartier soll nicht nur als Wohnort, sondern als Heimat empfunden werden.»

Finanziert wird die Spielgruppe einerseits durch die Eltern, die 15 Franken pro Tag bezahlen, anderseits leistet die Stadt eine Anschubhilfe. Ab 2019 führt die Stadt ein Finanzierungsmodell mit Subventionen und Beiträgen zur Qualitätssicherung für Spielgruppen ein. Ein Problem, das die Spielgruppe Allee bis dahin lösen muss, ist die Raumfrage. Die Wohnung an der Alleestrasse 4, wo die Spielgruppe derzeit beheimatet ist, steht nur bis zum Sommer zur Verfügung. Bis dann muss eine Alternative gefunden werden. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, da «die Zusammenarbeit im Quartier einzigartig ist», wie sie sagen.

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

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