WIL: Sie reisen an die Olympiade nach Kanada

Aiyana Signer und Nathalie Meier von der Kantonsschule Wil haben sich für die Geografie-Olympiade in Kanada qualifiziert. In der nationalen Ausscheidung war deutlich mehr gefragt als die Kenntnis von Hauptstädten.

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Aiyana Signer aus Kirchberg.

Aiyana Signer aus Kirchberg.

Nach drei Prüfungsteilen standen die Gewinner der Schweizer Olympiade fest: Es sind dies Nathalie Meier aus Busswil und Aiyana Signer aus Kirchberg, die beide in Wil die Kantonsschule besuchen. Zusammen mit David Kiely aus Windisch und Sven Julien Voigt aus Bern bilden sie das Quartett, welches die Schweiz an der internationale Olympiade vertreten wird. Diese findet zwischen dem 6. und dem 10. August 2018 in Kanada statt. Die vier Gymnasiasten gehören somit zu den besten Schweizer Nachwuchstalenten in Geografie. Sie hatten sich bei der Qualifikation im Mai gegen 650 andere Jugendliche durchgesetzt.

Für die Kirchbergerin Aiyana Signer ist die Olympiade «eine tolle Chance, mich in die Themen der Geografie zu vertiefen». Nathalie Meier aus Busswil ergänzt, dass alleine die Reise ein tolles Erlebnis sei: «Ich überquere zum ersten Mal den Atlantik.»

Um sich an der Schweizer Ausscheidung durchzusetzen, war ein breites Wissensfeld nötig. Dazu gehörten unter anderem, den Klimawandel zu verstehen, Lebenserwartungen zu analysieren sowie Tourismus oder Bevölkerungsgeographie. Die Kandidaten absolvierten drei Prüfungen: eine schriftliche auf Englisch, eine Feldarbeit und ein Multimediatest. Bei Letzterem analysierten und interpretierten sie Karten, Grafiken und Bilder. Was sagt eine Wiese mit einer Schneekanone über den Klimawandel aus? Wie entwickelt sich die Lebenserwartung in Südamerika und Afrika? Bei der Feldarbeit erstellten die Finalisten Karten eines Schulgeländes. In einer zweiten Aufgabe suchten die Jugendlichen nach einer Lösung für ein Raumproblem. Ein Open-Air-Kino musste auf dem Kantonsschulgelände geplant werden.

Drei weitere Schüler der Kantonsschule Wil gewannen eine Silbermedaille: Timo Kleger aus Niederhelfenschwil, Adrian Staubli aus Wil und Jan Wild aus Oberuzwil. Bronze gab es zudem für Severin Stäheli aus Nieder­uzwil, der ebenfalls die Kanti Wil besucht. Sie verpassten die Qualifikation für die internationale Olympiade in Kanada. (red)