Wil
Schlummernde Elfen sorgen sich um die Umwelt: Momoll-Theater überzeugt bei der Premiere

«Schlummerland» wird aktuell vom Wiler Jugendtheater Momoll aufgeführt. Die Premiere begeistert anhand der Kulisse, dem Zusammenspiel von Musikeinspielungen mit der Lichttechnik und insbesondere, dank der äusserst mimikstarken, schauspielerischen Leistung, der 13 Jungschauspieler.

Christoph Heer
Merken
Drucken
Teilen
Das Wiler Jugendtheater momoll feierte am Samstagabend eine gelungene Premiere von «Schlummerland» in der Lokremise.

Das Wiler Jugendtheater momoll feierte am Samstagabend eine gelungene Premiere von «Schlummerland» in der Lokremise.

Bild: Christoph Heer

Das rund 80-minütige Theaterstück «Schlummerland» zeigt unverblümt auf, wie die Menschheit viel zu wenig Sorge trägt, was die Umwelt anbelangt. Ein gemütliches Waldstück, aufgebaut in der Lokremise, beherbergt nicht nur Tannen und Sitzmöglichkeiten, sondern auch jede Menge Abfall. Müll, von der Pizzaschachtel bis zur leeren Dose Energydrink, einfach liegen geblieben, vergessen, von Menschen wie du und ich.

«Schlummerland ist ein Winterland, in dem es eigentlich schon längst hätte Frühling werden sollen und wo zwei missmutige Elfen auf den Zusammenschiss der grossen Mutter Dragona warten. Doch für einmal hagelt es seitens Dragona keine Beschwerden, vielmehr ist es ihre Besorgnis, was aus der Umwelt und den Menschen wird. Erst als kurze Zeit später 13 junge Menschen in besagter Lichtung aufeinandertreffen, nimmt das Ganze eine unerwartete Wendung; zum Guten? Das wird an dieser Stelle nicht verraten. Denn das Momoll-Jugendtheater führt dieses mitreissende Stück bis am 7. Mai noch siebenmal auf. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle.

Zuerst online, dann mit Maske geprobt

In schauspielerischer Höchstform zeigen sich Linda Barberi, Ilona Benz, Alicia Caspari, Désirée Draxl, Paula Körner, Nathalie Kuhn, Vera Schläpfer, Eve Siegenthaler, Miriam Staib, Géraldine Wiesli, Valentin Hüppi, Timon Gähwiler und Robin Hagmann. Unter der Leitung von Regisseurin Claudia Rüegsegger durchlebten sie Tanzproben, welche online durchgeführt wurden, ehe sie ab März richtige, physisch anwesende Proben vollziehen konnten.

Rüegsegger betonte im Vorfeld der Premiere, dass das Jugendtheater für ihre Ausdauer und das stete positive Denken belohnt wurden. «Nach den online Tanz­proben freuten wir uns natürlich, als wir im März – mit Schutzmasken und der Einhaltung von Abständen – die Chance erhielten, richtig zu proben», sagt Rüegsegger.

Zahnrädchen greifen ineinander

«Schlummerland», ein eigentlich zum Nachdenken anregendes Theaterstück, welches aber auch unterhaltsam und witzig ist. Schlafende Elfen, tanzende Jugendliche, eine heroisch-bedrückte Mutter Dragona und vieles mehr.

Eine kurzweilige Aufführung, in der die unterschiedlichsten Zahnräder, vom Bühnenbild bis zur Kostümierung, vom Licht bis zur sprachlichen Spielintelligenz, tadellos ineinandergreifen.

Informationen zu Tickets für die weiteren Aufführungen unter: www.momoll-theater.ch.