Wil rückt weiter in den Thurgau

Rund 22 500 Einwohner weist die vereinigte Stadt Wil auf. Damit ist die Stadt Gossau, die ewige Widersacherin um diese Vorherrschaft, mit einem Schlag deutlich abgehängt und der Rang als die Stadt mit den drittmeisten Einwohnern im fusionsaktiven Kanton St. Gallen (vorerst) gesichert.

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Rund 22 500 Einwohner weist die vereinigte Stadt Wil auf. Damit ist die Stadt Gossau, die ewige Widersacherin um diese Vorherrschaft, mit einem Schlag deutlich abgehängt und der Rang als die Stadt mit den drittmeisten Einwohnern im fusionsaktiven Kanton St. Gallen (vorerst) gesichert. Auch mehr Gewicht beim Kanton verspricht sich die vereinigte Stadt Wil. Mit dieser Vereinigung ist die Äbtestadt aber auch nochmals deutlich näher an den Kanton Thurgau gerückt. Mit Wuppenau, Braunau, Bettwiesen, Münchwilen, Sirnach, Wilen und Rickenbach grenzen neu sieben Thurgauer Gemeinden an die Äbtestadt, während im Osten mit Jonschwil, Uzwil und Zuzwil lediglich drei St. Galler Nachbarn auszumachen sind. Als Thurgauer Stadt wäre man mit dieser Einwohnerzahl auf Augenhöhe mit Frauenfeld, der grössten Ortschaft im Kanton. Es gilt nicht, Kantonsgrenzen zu verschieben. Aus diesem Grund muss auch nicht über eine Vereinigung mit Rickenbach oder Wilen nachgedacht werden, obwohl auch dort «zusammengewachsen» als Argument hervorgebracht werden könnte. Vielmehr gilt es nun, die Vereinigung mit Bronschhofen mit ihren zu klärenden Begebenheiten über die Bühne zu bringen und sie dann auch zu verdauen. Und während man in St. Gallen darum bemüht ist, der Stadt Wil auf kantonaler Ebene mehr Gehör zu verschaffen, wird wohl durch die neuen Nachbarn aus Mostindien auch die Zusammenarbeit mit den Kanton Thurgau intensiviert werden müssen. Silvan Meile

silvan.meile@wilerzeitung.ch

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