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WIL: Rechnung 2017: Fünf Millionen Gewinn für die Stadt

Die Erfolgsrechnung 2017 schliesst deutlich über dem Budget ab. Kontinuierlich steigende Kosten im Bereich Sozialhilfe und ein tiefer Realisierungsgrad bei den Investitionen bereiten jedoch Sorge.
Gianni Amstutz
Stadtpräsidentin Susanne Hartmann und Stadtrat Daniel Meili freuen sich über die Gewinne der Stadt und der TBW. (Bild: Gianni Amstutz)

Stadtpräsidentin Susanne Hartmann und Stadtrat Daniel Meili freuen sich über die Gewinne der Stadt und der TBW. (Bild: Gianni Amstutz)

Die Erfolgsrechnung 2017 schliesst deutlich über den Erwartungen ab. Budgetiert war ein Gewinn von 90000 Franken, resultiert hat ein Gewinn von 5,07 Millionen. «Das ist ein äusserst erfreuliches Ergebnis», sagt Stadtpräsidentin Susanne Hartmann. Der Gewinn soll dem freien Eigenkapital zugewiesen werden. Dadurch verringern sich die Pro-Kopf-Schulden von 2457 auf 1976 Franken. Seit 2013 konnte die Gesamtverschuldung um rund 40 Millionen abgebaut werden. Damit sei die Stadt finanziell solide aufgestellt. Trotzdem gibt es Grund zur Sorge.

Sozialhilfekosten steigen, Realisierungsgrad weiter tief

Die Kosten für Sozialhilfe, wozu auch der Asylbereich gehört, sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 12,74 Millionen Franken, und somit über eine Million mehr als eingeplant, betrugen die Ausgaben in diesem Bereich 2017. «Diese stetige Zunahme bereitet mir Sorgen», sagt Hartmann. Sie kündigt an, die Situation einer Analyse zu unterziehen. Der Stadtrat müsse prüfen, ob in anderen Zentrumsstädten wie beispielsweise St. Gallen und Buchs eine vergleichbare Entwicklung stattfinde. «Viele dieser Kosten sind allerdings gebunden, sodass unser Einfluss darauf klein ist.»

Ein weiterer Punkt, welcher der Stadtpräsidentin zu denken gibt, ist der schwache Realisierungsgrad bei den Investitionen. Dieser lag mit 3,73 Millionen Franken weit unter den budgetierten 10,12 Millionen. «Ich erwarte hier eine Klärung seitens des Departements für Bau, Umwelt und Verkehr», sagt die Stadtpräsidentin. Ein Realisierungsgrad von knapp 37 Prozent liesse sich nicht alleine durch Projekte, welche durch Einsprachen nicht zu Stande gekommen sind, und Ressourcenknappheit erklären. Eine Auflistung der Investitionen zeigt, dass sich die budgetierten 10 Millionen Franken auf über 100 Projekte verteilen. Zu den tieferen Nettoinvestitionen hat einerseits beigetragen, dass zwölf der realisierten Projekte günstiger abgeschlossen werden konnten. Anderseits sind weitere 29 Projekte in Ausführung, jedoch «aus unterschiedlichen Gründen in Verzug», wie es im Bericht des Stadtrats heisst. Daraus resultieren Minderausgaben von vier Millionen Franken. Eine weitere Million konnte aufgrund von Rechtsmittelverfahren nicht ausgelöst werden. Der zuständige Stadtrat Daniel Stutz führe derzeit eine Analyse durch.

Steuersenkung kein Thema für den Stadtrat

Weitere Faktoren für das positive Ergebnis waren ein geringerer Personal- und Sachaufwand von je rund einer Million Franken sowie höheren Abgaben der Technischen Betriebe Wil an die Stadt von 1,23 Millionen Franken. Schliesslich resultierte bei den Steuereinnahmen ein Plus von 2,87 Millionen. Trotzdem sei eine weitere Senkung des Steuerfusses «gar kein Thema», sagt Susanne Hartmann. Mit der Gestaltung des Bahnhofplatzes, den Massnahmen des Aggloprogramms und der Schulraumplanung stünden grössere Investitionen an. Zudem müsse man bedenken, dass die Stadt keine Steuern auf Vorrat erhebe, da sie noch immer eine mittlere Verschuldung aufweise.

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