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WIL: Pavillon soll Platzmangel lösen

Die Schülerzahlen an den Wiler Schulen steigen. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. Um der Raumknappheit Herr zu werden, soll ein flexibler Pavillon gebaut werden. Dieser steht vorerst im Lindenhof.
Gianni Amstutz
Auf dieser Wiese beim Schulhaus Lindenhof soll der Pavillon entstehen. (Bild: Gianni Amstutz)

Auf dieser Wiese beim Schulhaus Lindenhof soll der Pavillon entstehen. (Bild: Gianni Amstutz)

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

In den Primarschulen und Kindergärten der Stadt Wil wird es eng. Aktuell besuchen rund 2500 Schülerinnen und Schüler die städtische Volksschule. Diese Zahl nimmt zu und wird in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter ansteigen. Dies ergaben Prognosen, die anhand von Klassen- und Geburtenstatistiken sowie der Wohnbautätigkeit im Gemeindegebiet und im Einzugsgebiet der Schulen erarbeitet wurden. Einen besonders starken Anstieg der Schülerzahlen wird gemäss ersten Analysen des Projekts «Schule 2020» in den Schulhäusern Lindenhof, Allee und Tonhalle/Klosterweg prognostiziert.

Die Zeit für eine Lösung drängt

Nun reagiert die Stadt mit einer ersten Massnahme auf die drohende Platzknappheit an den Wiler Schulen. Ein flexibler, modularer Pavillon soll zur Lösung des schulischen Raumbedarfs beitragen. Dieser soll auf dem Areal Langacker zwischen dem Schulhaus Lindenhof und dem Regionalen Leistungszentrum Ost entstehen. Der Stadtrat hat ein entsprechendes Projekt zum Bau des «Pavillon Langacker» öffentlich ausgeschrieben.

«Die Schülerzahlen steigen bereits jetzt und ein Ende dieses Trends ist vorerst nicht absehbar», sagt der Hochbauleiter Renato Tamburlini. Mit dem Pavillon strebe man eine mittelfristige Lösung an. Der Bau sei erforderlich, da das Lindenhofschulhaus saniert werden soll. Doch wegen des zu erwartenden weiteren Anstiegs der Schülerzahlen werde der Pavillon Langacker auch danach noch benötigt, um dem Platzmangel im Lindenhofschulhaus zu begegnen. Auch eine Verwendung des Pavillons an anderen Schulhäusern soll möglich sein, wenn dies nötig werde. In der Ausschreibung wurde deshalb explizit festgehalten, Kosten für Auf- und Abbau anzugeben.

Auf längerfristige Sicht sei auch ein Aus- beziehungsweise Neubau einer Schule in Wil denkbar, sollten die demografischen Entwicklungen sich weiter in diese Richtung entwickeln, sagt Tamburlini «Da die Zeit drängt, ist das jedoch nicht die Lösung, die wir in dieser Situation brauchen.» Ein Schulhaus zu planen nehme mindestens fünf Jahre in Anspruch. Zeit, die man unter den gegebenen Umständen nicht habe.

Parlament muss Kredit sprechen

In der Ausschreibung wird berücksichtigt, dass die Bauten via Fernwärme mit erneuerbarer Energie versorgt werden können und den Minergie-Eco-Standard erfüllen. Der hohe Standard reduziert den Spielraum für Angebote, bei denen ein tiefer Preis auf Kosten von Architektur, Bauqualität und Funktionalität geht. Offertfrist für die Ausschreibung ist der 2. März.

Über die Vergabe des Auftrages entscheidet eine Jury. Dies setzt sich aus städtischen Verantwortlichen, Vertretern aus den Quartieren, dem Schulrat, der Schulleitung einer anderen Schule und einer Fachperson aus dem Architekturbereich zusammen. Der Vergabeentscheid des Stadtrats ist für April 2018, die Verabschiedung des entsprechenden Berichts und Antrags für den Sommer 2018 vorgesehen – beides vorbehältlich der Kreditgenehmigung durch das Stadtparlament.

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