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WIL: «Ohne Vertrauen rennt man alleine»

Am Donnerstagabend fand in der Tonhalle Wil das Young Leaders Forum statt. Jungunternehmer nutzten die Gelegenheit für die Kontaktpflege und erhielten wertvolle Inputs.
Arcangelo Balsamo
Marcel Meier, Thomas Süssli, Diana Gutjahr und Konrad Hummler (von links) begaben sich nach den Referaten gemeinsam auf die Bühne und arbeiteten das Gesagte auf. (Bild: Arcangelo Balsamo)

Marcel Meier, Thomas Süssli, Diana Gutjahr und Konrad Hummler (von links) begaben sich nach den Referaten gemeinsam auf die Bühne und arbeiteten das Gesagte auf. (Bild: Arcangelo Balsamo)

WIL. Das von der Junior Chamber International (JCI) Wil organisierte Young Leaders Forum wurde seinem Ruf, ein wichtiger Networkevent in der Stadt Wil zu sein, absolut gerecht. Bereits bevor die vier Referenten zu Wort kamen, knüpften und pflegten die Gäste Kontakte im Café der Tonhalle.

Als danach alle einen Platz im grossen Saal gefunden hatten, ging es nach einer kurzen Begrüssung durch OK-Präsident Patrick Meyenberger und den Präsidenten der JCI Schweiz, Martin Hauri, mit den Vorträgen los. In diesen zeigten die Referenten auf, wie man Angestellte richtig führt und mit einbezieht. Denn das Ziel eines Unternehmens ist es, dass jeder Mitarbeitende sein volles Potenzial ausschöpfen kann.

Brigadier Thomas Süssli übernahm als erster Referent das Wort. Der ehemalige CEO Vontobel Financial Products sammelte während 15 Jahren Führungserfahrung in der Finanzindustrie. Sein Motto: Wer Leistung will, muss Sinn bieten. «Wenn die Mitarbeiter nicht wissen, weshalb sie eine Tätigkeit ausführen oder welche Vision das Unternehmen hat, dann herrscht kein Vertrauen», sagte Süssli.

Dementsprechend bringe es nichts, wenn man in einer Führungsposition einfach vorausgehe. Denn ohne Vertrauen renne man alleine, was das Verwirklichen der unternehmerischen Ziele unmöglich mache. Diana Gutjahr referierte als zweite. Zusammen mit ihrem Lebenspartner führt sie die Ernst Fischer AG in Romanshorn. Zudem ist sie seit 2012 Thurgauer Kantonsrätin und Vizepräsidentin des Thurgauer Gewerbeverbands. Diana Gutjahr hob hervor, dass nicht bei jedem Mitarbeiter derselbe Führungsstil an den Tag zu legen sei. «Ob jung oder alt, jeder hat eine eigene Vorgeschichte. Diese gilt es zu berücksichtigen.»

Verbundenheit und Dankbarkeit

Marcel Meier schlüpfte als nächster in die Rolle des Referenten. Als Sparringpartner und Coach begleitet er Personen, welche sich mit grossen Herausforderungen konfrontiert sehen, sei dies in der Wirtschaft, im Privatleben oder im Spitzensport.

Er sagte, dass grundsätzlich jede Person das Bedürfnis habe, Leistung zu zeigen und ihr Potenzial auszuschöpfen. Dementsprechend müsse man Mitarbeiter nicht motivieren, sondern sich darum bemühen, sie nicht zu demotivieren. Entscheidend sei es, Stressfaktoren zu eliminieren. Dies gelinge, indem man eine Verbundenheit zu seinen Angestellten aufbaue. Denn wer sich nicht ausgegrenzt fühle, lebe unter deutlich weniger Stress und sei somit leistungsfähiger. Ein weiterer wichtiger Faktor sei es, Dankbarkeit zu zeigen. Doch nur, wenn diese auch ehrlich gemeint sei.

Sinnhaftigkeit, Machbarkeit und Finanzierbarkeit

Das vierte Referat wurde von Konrad Hummler gehalten. Er führte während vielen Jahren 700 Mitarbeiter der Bank Wegelin in St. Gallen. Er strich heraus, dass der Unterschied zwischen einem guten und einem sehr guten Unternehmer darin bestehe, dass sich der sehr gute immer weiter entwickle. Dazu gehöre, dass man neue Ideen nicht gleich abwürge, sich jedoch frage, ob sie Sinn ergeben, umsetzbar seien, und erst dann die Finanzierbarkeit eruiere. Von besonderer Bedeutung sei dabei, dass man sich strikt an die Reihenfolge halte.

Nach den Vorträgen arbeiteten die vier Referenten auf der Bühne, während einer Podiumsrunde mit Einbezug des Publikums, das Gesagte gemeinsam auf. Danach war wieder Kontaktpflege angesagt.

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