WIL: Noch mehr Kies aus Wuppenau

Die Cellere Bau AG will ihre Kiesgrube in der Wuppenauer Grosswis erweitern. Die Pläne hat sie den Pächtern, benachbarten Grundbesitzern und Gemeinderäten vorgestellt. Am Samstag folgt ein öffentlicher Anlass.

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Projektleiter Christoph Stucki erläutert die Erweiterung der 40jährigen Kiesabbau-Anlage um zusätzliche 2,2 Hektaren. (Bild: PD)

Projektleiter Christoph Stucki erläutert die Erweiterung der 40jährigen Kiesabbau-Anlage um zusätzliche 2,2 Hektaren. (Bild: PD)

Von der Hauptstrasse aus sieht man sie kaum. Und doch ist die Kiesgrube der Cellere Bau AG in Wuppenau gross und schon über 40 Jahre alt. Nun wollen die ­Betreiber ihre Kiesgrube um eine Fläche von über zwei Hektaren erweitern. Dazu ist ein Gestaltungsplan und die Anpassung des Zonenplans nötig, über den die Gemeindeversammlung befinden wird. Bevor es zur öffent­lichen Auflage des Projekts kommt, wollen die Verantwortlichen der Cellere AG die Bevölkerung über ihr Vorhaben informieren. Ein erster Anlass mit Anwohnern, Pächtern und Vertretern des Gemeinderats hat letzte Woche stattgefunden. Ein Infoanlass für die Bevölkerung folgt am nächsten Samstag um 10 Uhr.

Das Treffen verlief in Minne. Das Cellere-Planungsteam um Projektleiter Christoph Stucki konnte beim Spaziergang zum vorgesehenen Abbauort die vorgetragenen Bedenken weitestgehend ausräumen. So wurde in der Diskussion zwar kritisch gefragt – insbesondere die Lärmimmissionen gaben zu reden -, doch konnten die Fragen beantwortet und Bedenken weitgehend ausgeräumt werden.

Abbau in Etappen über zwölf Jahre

Christoph Stucki erläuterte vor über 30 Personen, dass es sich beim geplanten Projekt nicht um eine neue Kiesgrube handle, sondern um eine Erweiterung der über 40jährigen Anlage. Die ­z­usätzlich 2,2 Hektaren grosse Kiesgrube soll während zwölf Jahren betrieben und gleichzeitig auch wieder aufgefüllt werden. Der Abbau als auch die Auffüllung erfolgten in Etappen, so dass nie die ganze Grube offen sein werde. Die vorgesehene Abbaufläche ist mit rotweissen Plastikbändern abgesteckt, und so konnten sich die Anwohner ein Bild von deren Grösse machen.

Kritische Fragen stellten die Teilnehmer zur Abbaudauer von zwölf Jahren, zur anschliessenden Dauer der Rekultivierung und auch zum Lärm. Stucki legte dar, dass man den Kiesabbau auch schneller bewerkstelligen könne als in zwölf Jahren, doch darauf habe man verzichtet. «Wenn wir schneller vorankommen wollen, müssten wir auch mehr brechen und viel mehr Fahrten mit dem Dumper machen. Das würde eine deutliche Zunahme des Lärms zur Folge haben», sagte Stucki. Mit der vorliegenden Lösung habe man einen guten Kompromiss getroffen, zumal die lärmintensiven Brecharbeiten während maximal 40 Tagen jeweils im Winterhalbjahr stattfinden. «Dann also, wenn die Leute sich vermehrt drinnen und nicht im Freien aufhalten», sagte Stucki. Von der ersten Baggerschaufel voll Aushub über den Abbau bis hin zur vollständigen Wiederauffüllung und Rekultivierung werde es maximal 16 Jahre dauern. Anschliessend sollen ein Weg für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung sowie ökologische Ausgleichsflächen erstellt werden.

Sicherheit dank Schutzwall und Zaun

Auch dem Sicherheitsgedanken wollen die Verantwortlichen dank Schutzwällen und Zäunen um die Grube Beachtung schenken. Verläuft hinsichtlich der erforderlichen Bewilligungen alles optimal, beginnen die Abbau-arbeiten im Dezember 2017 oder Januar 2018. (pd)