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WIL: Neue Firmen «aus dem Nichts»

Von 2013 bis 2015 wurden in der Region Wil fast 1000 Firmen gegründet. Auffallend ist: Die Anzahl neu geschaffener Arbeitsplätze ist eher gering, der Anteil an technologie- und wissensintensiven Branchen dagegen hoch.
Hans Suter
Architektin, Anwalt, Marketingfachfrau oder Ingenieur: Dank moderner Daten- und Kommunikationsmittel kann man sich in vielen Berufen auch als Einzelperson selbstständig machen. (Bild: Fotolia)

Architektin, Anwalt, Marketingfachfrau oder Ingenieur: Dank moderner Daten- und Kommunikationsmittel kann man sich in vielen Berufen auch als Einzelperson selbstständig machen. (Bild: Fotolia)

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch

Für die vorliegende Analyse wurden 13 St. Galler Gemeinden in der Region Wil untersucht (siehe grafische Darstellung). Als Basis dienten die veröffentlichten Daten des Amtes für Statistik des Kantons St. Gallen, die den Zeitraum von 2013 bis 2015 umfassen.

Im Jahr 2013 wurden 294 Unternehmen gegründet, 2014 waren es gar 390, 2015 folgten weitere 307, was insgesamt 991 Neugründungen ergibt. Als Neugründungen gelten Unternehmen, die es vorher nicht gab, also «aus dem Nichts heraus» entstanden sind und auch tatsächlich eine marktwirtschaftliche Aktivität entfalten. Dazu gehören auch Selbstständigerwerbende, Start-ups sowie Neuansiedlungen ausländischer Unternehmen. Die Unterschiede unter den 13 Gemeinden sind erwartungsgemäss gross. Mit 315 entfällt fast ein Drittel aller Gründungen auf die Stadt Wil. Uzwil liegt mit 119 Unternehmensgründungen an zweiter Stelle, Flawil folgt mit 105 auf dem dritten Platz.

1317 neue Arbeitsplätze entstanden

Die Unternehmensgründungen hatten die positive Folge, dass in den 13 Gemeinden 1317 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Mit 408 neuen Arbeitsplätzen hat Wil die Nase vorn, gefolgt von Uzwil mit 160, Flawil mit 142 und Kirchberg mit 101. Die Werte dürfen indes nicht überschätzt werden: Im Durchschnitt wurden pro Neugründung lediglich 1,32 Arbeitsplätze geschaffen, was wiederum ziemlich genau dem Schweizer Durchschnitt entspricht. Zudem darf nicht ausser Acht gelassen werden: 50 Prozent (290293) aller Schweizer Unternehmen beschäftigen nur gerade eine Person. Dies sind 6,6 Prozent der knapp 4,4 Millionen Arbeitsplätze in der Schweiz.

Je nach bereits bestehender Anzahl Arbeitsplätze wirken sich die neu gegründeten Firmen prozentual stärker aus. In Wil, wo sowohl am meisten Neugründungen erfolgten als auch neue Arbeitsplätze entstanden sind, erhöhte sich die Zahl der Stellen nur um 0,9 bis 1,1 Prozent. In Niederhelfenschwil lag dieser Wert im Jahr 2014 bei 4,5 Prozent, in Lütisburg bei 3,5 Prozent und in Oberuzwil bei 3,2 Prozent. Einschränkend ist festzuhalten: Gemäss nationaler Definition zählt jede beschäftigte Person, unabhängig vom Beschäftigungsgrad, als ein Arbeitsplatz. Als Beschäftigte gelten alle Personen (einschliesslich Selbstständigerwerbende), für die Sozialversicherungsbeiträge geleistet werden.

Grosser Anteil an Arbeitsplätzen mit höheren Anforderungen

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass mehr als ein Drittel aller Neugründungen in technologie- und wissensintensiven Branchen erfolgten. 2013 lag Jonschwil mit einem Anteil von 61,5 Prozent an der Spitze, 2014 war es Lütisburg mit ebenfalls 61,5 Prozent und 2015 führte Wil die Statistik mit 53,8 Prozent an. Zu den technologie- und wissensintensiven Branchen zählen unter anderen Maschinen- und Fahrzeugbau, die Herstellung von medizinischen Geräten, Präzisionsinstrumenten und optischen Geräten, Kreditinstitute, Forschung und Entwicklung sowie andere unternehmensnahe Dienstleistungen. Definition und Begriffe stimmen mit jenen des europäischen Statistikamtes Eurostat überein und lassen EU-weite Vergleiche zu.

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