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WIL: «Naturpark ist zukunftsweisend»

Die Psychiatrie St. Gallen Nord erhält das Label der Stiftung Natur & Wirtschaft für die naturnahe Gestaltung ihres Areals – und dies bereits zum fünften Mal.
Marco Cappellari
Der Neue und der «Alte»: Der künftige Leiter des Naturparks, Heinrich Zingg (links) wird Berndt Vogels Arbeit weiterführen. (Bilder: Marco Cappellari)

Der Neue und der «Alte»: Der künftige Leiter des Naturparks, Heinrich Zingg (links) wird Berndt Vogels Arbeit weiterführen. (Bilder: Marco Cappellari)

Marco Cappellari

marco.cappellari@wilerzeitung.ch

Wenn man das Gelände der Psychiatrie St. Gallen Nord betritt, sticht das viele Grün sofort ins Auge. Die Garten- und Parkanlagen des weitläufigen Geländes sind bei vielen Wilern beliebt als Naherholungsgebiet, zum Spazieren oder Verweilen. Für die vorbildliche und naturnahe Gestaltung ihres Naturparks erhält die Psychiatrie St. Gallen Nord bereits zum fünften Mal das Label der Schweizer Stiftung Natur & Wirtschaft. Dieses wird auch für Firmenareale, Wohnsiedlungen und Schulanlagen vergeben, die möglichst im Einklang mit der Natur gestaltet werden.

«Es gibt ein angeborenes Naturbedürfnis»

Seit acht Jahren ist der Naturpark die Wirkstätte von Berndt Vogel. Der Therapeut mit dem passenden Namen übernahm 2010 die Leitung des Naturparks und des Naturateliers und machte den Park zu dem, was er heute ist. «Sie wussten schon, was sie sich mit dem Vogel ins Nest holen», witzelt er. Seitdem der ehemalige Lehrer und Musiktherapeut die Leitung übernommen hat, ist es im Naturpark viel grüner und bunter geworden. Bis zu 25 Patienten der Psychiatrie St. Gallen Nord beschäftigen sich im Rahmen der Naturtherapie im Naturatelier und -park. Die naturgestützte Therapie ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung in der Psychiatrie St. Gallen Nord. «Menschen suchen die Natur, es gibt ein angeborenes Naturbedürfnis», sagt Vogel. Man sähe Patienten in der Naturtherapie regelrecht aufblühen: «Ein wichtiger Aspekt ist die Selbstbestimmung. Die Leute entscheiden selbst, woran sie arbeiten möchten.» Es sei immer wieder schön, mitanzusehen, wie sich die Patienten positiv entwickeln.

Das Ende einer Ära

«Viele wollen am Ende ihrer Behandlung etwa die Kunstwerke mitnehmen, die sie erschaffen haben», erklärt Vogel. Was nicht von Patienten mitgenommen wird, bleibt im Naturpark, verteilt über das ganze Gelände. So gibt es nicht nur Kunstobjekte, Blumenbeete, Kräutergärten und Baumalleen zu finden, sondern auch eine Minigolfanlage, einen Fussballplatz, ein Steinlabyrinth, Nistkästen für Vögel und vieles mehr. Berndt Vogel: «Hier wurde ein Zeichen gesetzt, die praktische Anwendung der Naturtherapie aufgezeigt. Der Naturpark ist zukunftsweisend.»

Dank des Erfolgs gelte er als Vorbild für andere Kliniken. «Ich werde das alles vermissen», sagt Vogel und spricht damit seine bevorstehende Pensionierung an. Sein Nachfolger ist Heinrich Zingg. «Heini war von Anfang an dabei», erklärt Vogel. Er sei äusserst froh darüber, zu wissen, dass sein Vermächtnis in guten Händen bleibt.

Hinweis

Heute Samstag von 8 bis 17 Uhr und morgen von 11 bis 17 Uhr öffnet das Garten-Brocki des Naturateliers zum ersten Mal seine Pforten. Zu finden beim Haus C09 in der Psychiatrie St. Gallen Nord an der Zürcherstrasse 30 in Wil.

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