Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WIL: Näher am lokalen Gewerbe sein

Die Advokatenbüros Schmidhauser & Partner und Sartorial AG schliessen sich zusammen. So sollen für die Kunden schnellere Lösungen gefunden und die Nachfolge der Wiler Kanzlei geregelt werden.
Peter Eisenhut (links), Inhaber der Ecopol AG, und Regierungsrat Marc Mächler diskutieren über Stärken und Schwächen der Region. (Bild: gia)

Peter Eisenhut (links), Inhaber der Ecopol AG, und Regierungsrat Marc Mächler diskutieren über Stärken und Schwächen der Region. (Bild: gia)

Die Anwaltskanzleien Schmidhauser & Partner aus Wil und die Sartorial AG, Rechtsanwälte & Notare aus St. Gallen, werden seit Monatsbeginn gemeinsam unter dem Namen Sartorial AG geführt. Den Zusammenschluss bezeichnen die beiden Seniorpartner als Glücksfall. «Wir wollten weiterwachsen und unser Unternehmen um einen zweiten Standort erweitern. Mit der Kanzlei Schmidhauser haben wir einen idealen Partner gefunden», sagt Stefan Müller-Furrer von der Anwalts AG aus der Kantonshauptstadt.

Dass die Wahl auf Wil fiel, habe einerseits damit zu tun, dass die beiden Standorte nicht zu weit auseinanderlägen. Anderseits wolle man näher am lokalen Gewerbe sein. Denn die Sartorial AG sei spezialisiert auf die Beratung und Betreuung von KMU. In Wil gebe es im Gegensatz zu Zürich noch viele von den Inhabern selbstgeführte Betriebe. «Hier wird noch echtes Unternehmertum gelebt», sagt Müller-Furrer. Mit der Kanzlei in Wil biete man dem Gewerbe aus der Äbtestadt die Möglichkeit einer Zusammenarbeit an Ort, was viele Kunden schätzten. Zudem liege die Stadt optimal auf der Achse St. Gallen–Wil–Zürich. «Wil ist sozusagen das Tor zur Ostschweiz und öffnet umgekehrt den Weg Richtung Zürich», sagt Heinz Schmidhauser.

Ein grösseres Team als Vorteil

Auch Schmidhauser kann der Fusion nur Positives abgewinnen. Neben dem erweiterten Dienstleistungsangebot für die Kunden biete sie ihm die Möglichkeit, seine Nachfolge zu regeln. So soll der erfolgreiche Fortbestand der Wiler Kanzlei sichergestellt werden.

Das Team der vereinten Kanzleien wächst auf sieben Anwälte, drei Konsulenten und zwei Anwaltsassistentinnen an. Am Standort in Wil ist bereits eine weitere Anwältin eingestellt worden. Mehr personelle Ressourcen seien heutzutage ein Vorteil, sind die beiden Seniorpartner überzeugt. Denn Kunden bräuchten zunehmend schnellere Lösungen in Rechtsangelegenheiten. Durch die Vergrösserung des Teams könne die Sartorial AG dies gewährleisten. Denn obwohl beide Standorte weitergeführt würden, betrachte man sich als ein Team. So könnten die Mitarbeiter je nach Auftragslage an beiden Orten eingesetzt werden.

Unternehmer seien juristisch stärker gefordert als noch vor einigen Jahren, sagt Schmidhauser. «Das Recht ist nicht einfacher geworden. Die Regeldichte hat zugenommen.» Umso wichtiger sei eine gute Beratung, die auf die Bedürfnisse der einzelnen Kunden zugeschnitten seien. Zugeschnitten – darüber definiere sich Sartorial, sagt Stefan Müller-Furrer. Schliesslich stehe der Name in der Textilverarbeitung für Massarbeiten, die den Gegebenheiten angepasst seien.

Die Sartorial AG wolle auf Gewerbler und Privatpersonen zugehen und neue Kunden mit ihren Angeboten ansprechen. Dazu müssten auch Hemmschwellen gegenüber Anwälten abgebaut werden, sagt Müller-Furrer. Mit den Klienten wolle die Sartorial AG langfristige Beziehungen aufbauen und pflegen. «Wir begleiten unsere Kunden von der Firmengründung bis zum Verkauf und allem, was dazwischenliegt», sagt er.

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.