«Wil muss sich wehren»

WIL. Wil verliert mit dem Fahrplanwechsel im Dezember zwei Zugsverbindungen. Am Morgen zur Hauptverkehrszeit um 07.11 Uhr den Interregio nach Winterthur–Oerlikon–Zürich und am Abend den Halt einer von Zürich kommenden S-Bahn.

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Ruedi Schär Präsident Wil Tourismus (Bild: pd)

Ruedi Schär Präsident Wil Tourismus (Bild: pd)

WIL. Wil verliert mit dem Fahrplanwechsel im Dezember zwei Zugsverbindungen. Am Morgen zur Hauptverkehrszeit um 07.11 Uhr den Interregio nach Winterthur–Oerlikon–Zürich und am Abend den Halt einer von Zürich kommenden S-Bahn.

«Die Bevölkerung muss sich gegen diesen Abbau wehren», sagt Ruedi Schär, Präsident von Wil Tourismus. Eine Verbindung nach München, die stattdessen eingeführt wird, mache keinen Sinn, direkte Anschlüsse von und nach Zürich seien notwendig. Er bezeichnet die Reduktion der Zugsverbindungen denn auch als Einschnitt für Wil. «All die schönen Prospekte zur Standortförderung bringen nichts, wenn beim öV ein Abbau vorgenommen wird», sagt Ruedi Schär. Er erachtet die Grossregion Wil als vernachlässigt sowie als Randregion behandelt, «mit 110 000 Einwohnenden aber immerhin die zweitgrösste Region in der Ostschweiz».

Wil Tourismus hat sich an der Vernehmlassung zum Fahrplan 2016 bereits beteiligt und die Streichung der Zugsverbindungen als nicht tolerierbar eingestuft. Damit die SBB allenfalls auf ihren Entscheid zurückkommen, so sagt Schär, «müssen so viele Personen wie möglich aus Wil und Umgebung die Vernehmlassung nutzen und ihren Unmut über den Abbau äussern». Stellungnahmen zum Fahrplanentwurf 2016 können online abgegeben werden und zwar noch bis am nächsten Sonntag. (ph)

www.fahrplanentwurf.ch