WIL: Mit Musik den Menschen Gott näherbringen

Heute Samstag kann Bruder Karl Bauer im Kapuzinerkloster seinen 80. Geburtstag feiern. Er erfreut sich guter Gesundheit und ist noch voller Tatendrang.

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Bruder Karls grosse Passion ist das Dirigieren. (Bild: PD)

Bruder Karls grosse Passion ist das Dirigieren. (Bild: PD)

In den vergangenen Wochen und Monaten traten unschöne Meldungen aus dem Kapuzinerkloster Wil und es war von Kindes-missbrauchsfällen zu berichten. Heute aber gibt es Grund zum Feiern. Denn Bruder Karl kann auf 80 Jahre zurückblicken.

Aufgewachsen ist er in Oberbüren und kam seinerzeit als Lehrer für Geografie und Deutsch ans Kollegium St. Antonius in ­Appenzell. Schon vor seiner ­Pensionierung gründete er in Gaiserwald einen Gospelchor, der schnell auf 60 Mitglieder ­anwuchs. Weitere Formationen ­leitete er mit viel Erfolg in Oberbüren und Appenzell. Seit gut 15 Jahren dirigiert Bruder Karl den Kirchenchor Gonten, nach der Aufgabe des Kapuzinerklosters in Appenzell, von Wil aus. Dort und an verschiedenen anderen Orten leistet er auch Orgeldienst. Neben der Betreuung des Klostergartens engagiert er sich im Caritas-Laden Wil, wo überschüssige Nahrungsmittel an Bedürftige abgegeben werden.

Vorliebe für Gospelgesänge

Gesang und Musik in der Kirche sollen für Bruder Karl nicht nur die Gottesdienste feierlich mitgestalten, sondern die Menschen auf zeitgemässe Form ansprechen und Gott näherbringen. Daher rührt sicher seine Vorliebe für Gospelgesänge und auch modernere Werke. Gerne spielt er für das Volk auch mal ein Tänzchen auf der Orgel.

Auf seine Initiative hin komponierte Peter Roth für den Kirchenchor Gonten zum 150-Jahr-Jubiläum eine «Verena-Messe». In Kürze trug Bruder Karl mit Charme und seinen Beziehungen die nötigen finanziellen Mittel zusammen. Das Werk fand vergangenes Jahr an der Uraufführung grossen Anklang. (pd)