WIL: Mit einer ersten Freizeitanlage

Aus dem neuen Zonenplan von Rickenbach geht hervor, dass zwischen den Geleisen im Gebiet Dorfwis eine Freizeitzone errichtet werden soll. Was genau gebaut wird, bestimmen auch die Einwohner.

Simon Dudle
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Eine der Anpassungen im neuen Rickenbacher Richtplan betrifft die «Dorfwis» zwischen den Geleisen, wo eine Erholungs- und Freizeitzone errichtet werden soll. (Bild: Hans Suter)

Eine der Anpassungen im neuen Rickenbacher Richtplan betrifft die «Dorfwis» zwischen den Geleisen, wo eine Erholungs- und Freizeitzone errichtet werden soll. (Bild: Hans Suter)

Eigentlich ist die Ortsplanung eine trockene Materie – und Ri­ckenbach bekannt für eine tiefe Stimmbeteiligung an Versammlungen. Doch an einer Infoveranstaltung zu dieser Thematik mussten am Montagabend zusätzliche Stühle in den Singsaal des Thurlinden-Schulhauses getragen werden. Präsentiert wurde der neue Zonenplan, der wie in allen Thurgauer Gemeinden revidiert werden muss.

Auch wenn die ganz grossen Veränderungen in der Wiler Nachbargemeinde ausbleiben werden, so sind doch einige Anpassungen vorgesehen. Im Gebiet Dorfwis, zwischen den Geleisen der SBB-Strecke nach St. Gallen und der Thurbo-Linie ins Toggenburg, soll eine Hektare Land eingezont werden. Zwei weitere Hektaren verbleiben in der Landwirtschaftszone. Es ist vorgesehen, eine Erholungs- und Freizeitzone zu errichten – ein Novum im Dorf. Vorstellbar ist zum Beispiel ein Skaterpark, ein Beachvolleyball-Feld, eine Finnenbahn oder ein Begegnungsraum. Was genau gemacht wird, steht noch nicht fest. «Es wird ­einen Mitwirkungsprozess geben. Die Öffentlichkeit kann also mitbestimmen», sagt Gemeindepräsident Ivan Knobel. Die Umsetzung erfolgt wohl erst in fünf bis zehn Jahren.

Neues Leben für das Dorfzentrum

Auch andernorts wird sich das Dorf verändern. Zum Beispiel im Zentrum. Dort hat der Gemeinderat vergangenes Jahr eine sogenannte Planungszone erlassen. Es handelt sich um ein Instrument, um Bauten vorübergehend zu verhindern und sich alle Möglichkeiten für die Zukunft offen zu lassen. Aus der neuen Dorfplanung lässt sich herauslesen, dass jenes Gebiet mit zwei- und dreistöckigen Gebäuden überbaut werden könnte. Es ist also eine Aufzonung vorgesehen. Der Hof und das Wohnhaus eines Landwirts, der die Gemeinde mittlerweile verlassen hat, könnten ­somit abgerissen werden. Das Gebiet wird mit einer Gestaltungsplan-Pflicht belegt. «Diese Fläche in bester Lage ist heute untergenutzt. Dem Gemeinderat ist nicht egal, was dort passiert. Was genau mit diesem Stück Land geschieht, ist noch völlig offen», sagt Knobel.

Neubau der Mühle schon 2017 oder 2018 aktuell

Bis die neue Ortsplanung in Kraft tritt, wird das Jahr 2018 ins Land ziehen (siehe Kasten). Schon weiter fortgeschritten ist hingegen jenes Projekt, welches die markanteste Veränderung des Dorfbildes darstellen wird: der Neubau der Rickenbacher Mühle. Knobel geht davon aus, dass nächstes oder übernächstes Jahr das Bauprojekt fertig ausgearbeitet ist und öffentlich aufgelegt werden kann.