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WIL: Mehr Sicherheit und Service

Der SVP-Stadtparlamentarier Erwin Böhi will mit der Einführung von Bahnhofpaten zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: für mehr Ordnung sorgen und zugleich die Willkommenskultur fördern.
Hans Suter
In Frauenfeld sind seit dem Jahr 2008 Bahnhofpaten im Einsatz. (Bild: Nana do Carmo (29. Januar 2010))

In Frauenfeld sind seit dem Jahr 2008 Bahnhofpaten im Einsatz. (Bild: Nana do Carmo (29. Januar 2010))

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch

«Gemäss Umfragen bei der Bevölkerung wird die persönliche Sicherheit der Passanten vor allem in der Umgebung des Bahnhofs als problematisch empfunden», sagt der Wiler SVP-Stadtparlamentarier Erwin Böhi. «Das hat unter anderem die Bahnpolizei dazu bewogen, ihre punktuelle Präsenz in Wil zu erhöhen.» Als kostengünstige und niederschwellige Massnahme sieht Böhi den Einsatz von Bahnhof­paten. Deshalb hat er dem Stadtrat mit 19 Mitunterzeichnern die Interpellation «Bahnhofpatenschaften auch in Wil» eingereicht. Darin bittet er den Stadtrat um die Beantwortung folgender zwei Fragen: Ist der Stadtrat nicht auch der Meinung, die Einführung der Bahnhofpatenschaft in Wil würde zur Verbesserung der teilweise angespannten Situa­tion am Bahnhof beitragen? Ist der Stadtrat bereit, unverzüglich die notwendigen Schritte einzuleiten, mit dem Ziel, die Bahnhofpatenschaft in Wil einzuführen? Die Antwort des Stadtrats liegt noch nicht vor, weshalb dieser bis dahin keine Stellung nimmt.

Erwin Böhi sieht im Einsatz von Bahnhofpaten noch eine andere Chance: «Im Rahmen der vom Stadtrat gewünschten Willkommenskultur könnten Bahnhof­paten auch dafür eingesetzt werden, mit dem öffentlichen Verkehr ankommende Besucher, die sich für das touristische Angebot der Stadt Wil interessieren, auf das Info-Center in der Altstadt hinzuweisen.»

Das Konzept der Bahnhofpatenschaften gibt es seit dem Jahr 2005. Es wird mittlerweile an 20 Bahnhöfen angeboten. Darun­ter sind Frauenfeld (seit 2008), Buchs (2009) und Heerbrugg (2011). Der Anstoss muss von der jeweiligen Gemeinde kommen. Bei den Bahnhofpaten handelt es sich um Freiwillige, die mit ihrer Präsenz dazu beitragen, dass die Atmosphäre an den Bahnhöfen verbessert wird.

«Sie weisen bei Bedarf Reisende und Passanten am Bahnhof auf Fehlverhalten hin, stehen ihnen aber auch für Auskünfte und kleine Hilfeleistungen zur Verfügung», erklärt Erwin Böhi den Auftrag. Die Bahnhofpaten würden durch das Schweizerische Rote Kreuz und die SBB für diese Aufgabe geschult und erhielten für ihren Einsatz eine bescheidene Entschädigung. «Die Stadt Wil täte gut daran, das niederschwellige und kostengünstige Konzept der Bahnhofpatenschaften zu übernehmen», ist Erwin Böhi überzeugt.

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