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WIL: Lichtstreit im Bergholz: Weitere Sanktionen für den FC Wil sind vom Tisch

Zwar ist es im Fussballstadion Bergholz auch über viereinhalb Jahre nach der Eröffnung noch immer nicht so hell wie gefordert, trotzdem kann aufgeatmet werden: Dem FC Wil droht dank einer Reglementsänderung der Swiss Football League keine weitere Busse.
Simon Dudle
Die Wolken über der IGP-Arena verziehen sich: Der FC Wil muss betreffend Licht mit keinen weiteren Sanktionen rechnen. (Bild: Urs Bucher)

Die Wolken über der IGP-Arena verziehen sich: Der FC Wil muss betreffend Licht mit keinen weiteren Sanktionen rechnen. (Bild: Urs Bucher)

Als der FC Wil vergangene Woche die Lizenz für die nächste Saison beantragt hat, tat er es im Wissen, dass er die Vorgaben der Swiss Football League nicht vollständig erfüllen kann. Wie schon im vergangenen Sommer wird die Lichtanlage in der IGP-Arena auch zu Beginn der Saison 2018/2019 nicht die geforderte Lichtstärke produzieren. Vergangenes Jahr setzte es von der Liga aus genau diesem Grund eine Busse von 3000 Franken ab. Nun war zu befürchten, dass ähnliches wieder passieren könnte.

Doch dazu wird es nicht kommen. Die Stadt Wil intervenierte Anfang Februar schriftlich bei der Swiss Football League und monierte, ihr seien die Hände gebunden. Nun lockert die Liga die Auflagen. Das Komitee hat vergangene Woche eine Änderung des Stadionkatalogs B vorgenommen, welcher für Challenge-League-Klubs wie den FC Wil massgebend ist. Demnach kann betreffend Beleuchtung eine Ausnahmebewilligung erteilt werden, solange Einsprachen Dritter die Realisierung des Beleuchtungsprojekts verhindern. Und genau das ist in Wil der Fall. Während der öffentlichen Planauflage im vergangenen Herbst sind zwei Einsprachen eingegangen. Diese wurden zwar abgewiesen, jedoch reichte einer der beiden Einsprecher einen Rekurs beim Baudepartement des Kantons St.Gallen ein. Dieser ist derzeit hängig. Wann ein Entscheid fällt, steht noch nicht fest. Jedoch wird die Zeit nicht reichen, um die Lichtanlage bis zum Start der neuen Saison aufzurüsten.

Stadt und FC Wil sind erleichtert

Obwohl somit noch immer nicht klar ist, wann die unendlich scheinende Geschichte ein Ende nimmt, atmet man bei Stadt und FC Wil auf. «Wir sind froh über diese Ausnahmebewilligung. Die Liga geht mit dieser Änderung in die richtige Richtung. Wir können so mit weniger Druck arbeiten», sagt Klubsprecher Dani Wyler. Auch Philipp Gemperle von der Stadt Wil ist «erleichtert».

Gemäss Stadionkatalog B fordert die Swiss Football League von allen Klubs der zweithöchsten Spielklasse eine Lichtanlage mit einer Beleuchtungsstärke von 500 Lux. Zwar wird diese in der IGP-Arena erreicht, jedoch nicht flächendeckend. Pikanterweise hat die genau gleiche Anlage vor dem Stadionumbau genügend Licht gespendet. Nun ist geplant, dass acht zusätzliche Scheinwerfer unter dem Dach der Haupttribüne für das nötige Licht sorgen.

Andernorts hat sich das Thema in der Zwischenzeit erledigt. Anfang September wurden nämlich auch die Liga-Konkurrenten Chiasso und Wohlen gebüsst. Sie mussten je 5000 Franken bezahlen. In Chiasso ist die neue Lichtanlage mittlerweile in Betrieb. Der FC Wohlen hat sich entschieden, dem Profifussball Ende Saison aus wirtschaftlichen Gründen den Rücken zu kehren. Ein Ausbau des Stadions Niedermatten ist somit hinfällig.

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