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WIL: Lehrkräfte setzen ein Zeichen

Salamirädchen für den Erziehungsrat. Damit protestierte auch eine Wiler Handarbeitslehrerin gegen den Abbau bei ihrem Fach.
KAHLV-Präsidentin Helen Rutz übergibt die gestrickten Salamirädchen an den St. Galler Erziehungsrat Urs Blaser. (Bild: PD)

KAHLV-Präsidentin Helen Rutz übergibt die gestrickten Salamirädchen an den St. Galler Erziehungsrat Urs Blaser. (Bild: PD)

Für gewöhnlich ist es eine schöne Sache, einen Salami geschenkt zu bekommen. Etwas anders dürfte es Erziehungsrat Urs Blaser gegangen sein, als er am Samstag Salamirädchen überreicht bekommen hat. Dies geschah beim alljährlichen Konvent der Fächergruppenlehrkräfte für Gestaltung, Wirtschaft, Arbeit und Haushalt, der dieses Jahr in Flums stattfand. Es waren keine herkömmlichen Salamirädchen, sondern gestrickte von der Wiler Künstlerin Madame Tricot. Ein weiterer Salami mit Amtsschimmel drauf, der auch vorbereitet worden war, bleibt derweil im Vorstand des kantonalen Arbeits- und Hauswirtschafts-Fachlehrerinnen-Verbandes (KAHLV).

Die Salamirädchen sind ein Symbol für die Salamitaktik, welche aus der Sicht dieser Fachlehrkräfte angewandt wird. «Wir hoffen, dass unsere Fächer im Sinne einer breiten Ausbildung für die Schülerinnen und Schüler mit Kopf, Herz und Hand wieder gestärkt werden», war ein zentrales Anliegen am Konvent.

Fast jede Gemeinde hat eine eigene Lösung

Auch mit dabei war Rita Scheiwiller, die in Bronschhofen wohnt und seit mittlerweile 23 Jahren an der Oberstufe Lindenhof in Wil Handarbeit, Hauswirtschaft, Werken und Bildnerisches Gestalten unterrichtet. Sie hat ebenfalls festgestellt, dass schrittweise an diesem Fach gespart wird («Wiler Zeitung» vom 24. Juli 2017). Rita Scheiwiller sagt dazu: «Unsere Fächer sind im Umbau und Abbau und müssen mit neuen Inhalten wieder attraktiver gemacht werden. In Bad Ragaz entstand zum Beispiel ein ganzes Schulhaus nur für gestalterische Fächer, Wirtschaft und Handarbeit.»

Auch Helen Rutz befasste sich am Konvent in Flums mit der aktuellen Situation. Die Präsidentin des KAHLV erläuterte, dass fast jede Gemeinde eine ­andere Lösung anwende, wie die sechs zur Verfügung stehenden Lektionen für die Schüler gefüllt würden. Das sei keine Harmonisierung und nicht die Idee gewesen. Allgemein bestünden unter den Lehrkräften Ängste, ob die Kompetenzen in diesen Fächern noch erreicht würden. Dies solle sich ändern.

Organisation wird unter die Lupe genommen

Erziehungsrat Urs Blaser, welcher Regierungsrat Stefan Kölliker vertrat, ging während des Konvents auch auf Fragen der Lehrkräfte ein. Der textiltechnische Bereich habe einen Abbau erfahren, und wirtschaftliche Inhalte würden heute stärker gewichtet. Der Kanton St. Gallen stünde mit sechs Lektionen Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH) im kantonalen Vergleich aber gut da. Trotzdem gab er zu Protokoll, das sich der Erziehungsrat mit der Organisation des Fachs WAH nochmals auseinandersetzen müsse.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

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