WIL: Lebensqualität ist gestiegen

Die Äbtestadt verbessert sich im schweizweiten Städteranking von Wüst Partner und «Bilanz» um acht Plätze. Nicht so stark wie im Vorjahr schneidet sie jedoch bei der Mobilität und der Einkaufsinfrastruktur ab.

Yves Weibel
Drucken
Teilen
In der Äbtestadt lebt es sich laut Ranking besser als vor einem Jahr. (Bild: Beat Schildknecht)

In der Äbtestadt lebt es sich laut Ranking besser als vor einem Jahr. (Bild: Beat Schildknecht)

Yves Weibel

yves.weibel@wilerzeitung.ch

Die Schweiz ist ein Land mit einer hohen Lebensqualität. Aber wo lebt es sich am besten? Das Städteranking, dass die Firma Wüst Partner AG zusammen mit dem Schweizer Magazin «Bilanz» jährlich durchführt, soll Aufschluss geben. Dabei werden elf Kriterien bewertet, darunter beispielsweise die Bildung, die Mobilität oder die Gesundheit und Sicherheit. Verglichen werden in dieser Gegenüberstellung alle Schweizer Städte. Das bedeutet in diesem Falle, alle Gemeinden, die mehr als 10000 Einwohner aufweisen, auch wenn sie sich nicht «Stadt» nennen.

Wil unter den Top 100

Schweizweit erfüllen 162 Ortschaften dieses Kriterium. Dazu gehört auch Wil. Mit seinen knapp 24000 Einwohnerinnen und Einwohnern gehört sie, was die Einwohnerzahl angeht, zum guten Durchschnitt. Die Stadt wird in diesem Ranking im schweizweiten Vergleich auf Rang 96 angesiedelt. Im Vergleich zum Vorjahr verbessert sie sich um acht Plätze. Zulegen konnte die Stadt unter anderem in den Bereichen Arbeitsmarkt, Bevölkerung und Wohnen sowie im Sozialen. Insgesamt verbessert sich Wil in sechs von elf Kategorien. Nicht so gut wie im Vorjahr ist die Äbtestadt, verglichen mit den Jahren zuvor, in den Bereichen der Einkaufsinfrastruktur, der Mobilität und der Steuerattraktivität. Eine Stadt könne jedoch auch absteigen, wenn sie alles beim Alten belasse und die anderen Städte in dieser Zeit aufrüsten. Stehenbleiben sei also keine Option, schreibt die «Bilanz» zu ihrem Ranking.

Grosse Zentren stehen an der Spitze

An der Spitze des Rankings liegen wie schon in den Jahren zuvor die grossen Zentren der Schweiz. Dazu kommen auch Zug und Aar­au, die sich ebenfalls unter den zehn Städten mit der höchsten Lebensqualität befinden. So steht zuvorderst auf der Liste Zürich, gefolgt von Zug und Winterthur. Die Limmatstadt bietet, wie schon in den vergangenen Jahren, nach dem Ranking die insgesamt höchste Qualität. Der Grund, wieso die grösseren Gemeinden besser abschneiden, liegt schlicht und einfach darin, dass sie mehr zu bieten haben. Damit sind beispielsweise Einkaufszentren, grössere Infrastruktur oder auch ein grösseres Freizeitangebot gemeint, mit denen kleine Gemeinden nicht mithalten können.