Wil
Lang leben – aber wie? Das Netzwerk Alter – Nachhaltig Unterwegs gibt Tipps für Gesundheit bis ins hohe Alter

Am Samstag lud das Netzwerk Alter – Nachhaltig Unterwegs (Nanu) Mitglieder aus Seniorenvereinen und Delegierte aus Politik und Verwaltung in die Aula der Kantonsschule Wil ein. Ziel war ein Austausch über die Frage, wer was zum Wohlergehen im Alter beitragen kann.

Daniela Huijser
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Stadtrat Dario Sulzer stellt das Altersleitbild vor.

Stadtrat Dario Sulzer stellt das Altersleitbild vor.

Foto: Freddy Kugler

Zentral für ein gutes Alter ist ein gesundheitsbewusster individueller Lebensstil, der physisch, psychisch, geistig und sozial anregend ist. Gaby Visser forderte die zahlreich erschienenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einfachen Fitnessübungen auf, die leicht in den Alltag integrierbar sind. Ein Programmteil, der am Samstagvormittag den ganzen Körper betraf.

Zuvor war der Kopf gefordert: Stadtrat Dario Sulzer stellte zu Beginn des Vormittags das neue Altersleitbild der Stadt Wil vor und legte den Schwerpunkt auf die gesundheitsrelevanten Handlungsfelder. Die Stadt wolle nicht nur professionelle Pflege und Betreuung mit hoher Qualität sicherstellen, sondern auch bei Bedarf nationale und kantonale Präventionsprogramme umsetzen. Mit Unterstützung der kantonalen Fachstelle Alter hat Wil in einem Pilotprojekt Anregungen aus der Bevölkerung aufgenommen, um Quartiere altersfreundlicher zu gestalten.

Zivilgesellschaftliche Akteure unterstützen

Karolina Staniszewski von der kantonalen Fachstelle Gesundheit im Alter zeigte, wie der Kanton Gemeinden und zivilgesellschaftliche Akteure unterstützt. Dazu gehören die Förderung kommunaler Netzwerke, niederschwellige Bewegungsangebote im Freien, Schwimmen für Frauen mit Migrationshintergrund, Suizidprävention 65+. Viel Erfolg hat die Fachstelle Gesundheit im Alter mit der Bewegungsserie in Pandemiezeiten «Bliib fit – mach mit!», die im TVO gezeigt wurde und jetzt vom Schweizer Fernsehen übernommen wird.

Beat Steiger vom Wiler Forum für Nachhaltigkeit Wifona führte als Moderator durch die informative Veranstaltung. In seinem Referat legte er den Akzent auf wichtige Rahmenbedingungen für ein gesundes Leben. Es brauche lokal, national und international eine enkeltaugliche Politik, forderte er.

«Die Älteren können sich politisch für das Wohlergehen und gesunde Lebensbedingungen der nachkommenden Generationen einsetzen.»

Eine Anlaufstelle für Angehörige von stark betreuungsbedürftigen Personen und Menschen mit Demenz stellte Edith Scherer vor und Lisa Schmollinger verwies auf das vielfältige Programm der Pro Senectute Wil & Toggenburg. Felix Hangartner und Lisa Alder gaben Einblick in das Angebot von 60plus Oberuzwil, Reto Maffei wies auf die zahlreichen Mitglieder der IG Sport hin, und die Geschäftsführerin des Sportparks Bergholz Sabin Rickenbach zeigte, dass das Bergholz für Ältere nicht nur zum Schwimmen und für Massagen attraktiv ist.

Weitere Infos zu Nanu 2021 unter www.wifona.ch.

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