Wil
Knapper Schulraum im Alleeschulhaus: West-Quartier wäre auch mit Provisorium einverstanden

Die Einwohner des Quartiers Wil-West wollen sich im Jahr 2022 nicht nur bei zahlreichen Schul- und Verkehrsprojekten miteinbringen, sondern auch selbst diverse Anlässe aufgleisen.

Christof Lampart
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Eine ansehnliche Schar Westquartier-Bewohnerinnen und -bewohner fand den Weg ins Cinewil, um gemeinsam auf ein gutes Jahr 2022 anzustossen.

Eine ansehnliche Schar Westquartier-Bewohnerinnen und -bewohner fand den Weg ins Cinewil, um gemeinsam auf ein gutes Jahr 2022 anzustossen.

Bild: Christof Lampart

Quartierbewohnerinnen und -bewohner jeglichen Alters fanden am Samstagnachmittag den Weg ins Cinewil. Anlässlich der Neujahrsbegrüssung des Quartiervereins Wil-West wurden dort auch die besten Bilder eines Foto-Wettbewerbes gekürt. Jann Döbelin, der im Herbst 2021 die Nachfolge des langjährigen Vereinspräsidenten Guido Bünzli antrat, freute sich über den regen Andrang.

Vorstandsmitglied Ulrike Hintze blieb es vorbehalten, die ausgezeichneten Bilder aus dem Quartier zu präsentieren. Den ersten Preis, einen Kosmetikgutschein, gewann Astrid Rudolf für ihr Bild «Strassenmalerei».

Vorstandsmitglied Ulrike Hintze zeichnet die besten Bilder des Foto-Wettbewerbes aus.

Vorstandsmitglied Ulrike Hintze zeichnet die besten Bilder des Foto-Wettbewerbes aus.

Bild: Christof Lampart

Neuer Schulraum dringend nötig

Döbelin sagte, dass auf den Vorstand des Quartiervereins in den kommenden Monaten viel politische Arbeit warte. Da die Zusammenarbeit mit dem neuen Stadtrat sich «sehr gut angelassen» habe, sei er jedoch zuversichtlich, dass sich der Quartierverein bei vielen anstehenden Projekten erfolgreich für seine Bevölkerung einsetzen könne.

Präsident Jann Döbelin.

Präsident Jann Döbelin.

Bild: Christof Lampart

Er erwähnte dabei den knappen Schulraum. Das Alleeschulhaus, aber auch die Tagesstruktur, würden aus allen Nähten platzen, weshalb es dringend neuer Bauten bedürfe. Zwar würde es sich bei einer raschen Lösung höchstwahrscheinlich nur um «jahrzehntelange Provisorien» handeln. Doch seien solche besser als gar kein neuer Schulraum, gab sich Döbelin pragmatisch.

Schulwegsicherheit verbessern

Weitere wohl langjährige Projekte seien die Neugestaltung des Bahnhofplatzes und die Verkehrsberuhigung der Zürcherstrasse. Auch sei man mit der Stadt im Gespräch, um zeitnah eine Lösung beim Einlenker Winkelried-/Weststrasse zu finden. Ziel müsse es sein, die «Schulwegsicherheit zu verbessern», so Döbelin, der von Beruf Bau- und Verkehrsingenieur ist. Man wolle dahin kommen, dass der Durchgangsverkehr durch das Quartier verringert wird oder dass er in Zukunft zumindest nicht zunimmt. Döbelin betonte:

«Denn das Westquartier soll in erster Linie zum Leben, Wohnen und Schaffen da sein.»

Frauentreff wird Krabbelgruppe

Sobald es die Pandemie zulasse, wolle man deshalb auch möglichst zeitnah viele der von Vereinsseite initiierten oder mitgetragenen Events und Angebote wieder zum Laufen bringen. Eine Neuerung wurde bereits bekanntgegeben: Der bisherige Frauentreff in den FEG-Räumen soll zum Krabbeltreff mutieren. Dabei könne man auch auf die Unterstützung der Stadt Wil und der Mütter- und Väterberatung zählen, gab Döbelin bekannt.

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